Hallo Winsoft,
man kann schon Angaben für den akzeptierten Zerstreuungskreis machen, dabei sind Größe des Abzugs/Betrachtungsabstand vs. Auflösungsgrenze des menschlichen Auges zu beachten.
Bei der Digitalfotografie, denke ich, gibt es dann noch als zusätzliches Kriterium die Auflösung der Kamera. Es sollte kein Problem sein, daraus und unter Berücksichtigung des Abtasttheorems eine max. abbildbare Auflösung anzugeben. Jeder kleiner Zerstreuungskreis wäre dann überflüssig.
Im Alltag wir eine Bestimmung eines tauglichen Zerstreuungskreises aus der Angabe des Verlängerungsfaktors bezogen aufs KB (als Maß der CCD-Diagonale) ausreichen und damit Umrechnung des bei KB akzeptablen Zerstreuungskreisdurchmessers (da gab es Unterschiedliche Qualitätsansprüche abh. von Vergrößerung, Betrachtungsabstand) auf das neue Format zu ermöglichen.
Beste Grüße, Jan Löttgen
P.S.: Als Zerstreuungskreisdurchmesser 1/1500 oder 1/2000 der Filmdiagonale (ausgehend von Betrachtungsabstand=Bilddiagonale) genannt, welchen Wert der o.g. Schärfentiefenrechner nutzt habe ich bislang nicht versucht herauszufinden.
P.P.S.: Informationen zum Thema Schärfentiefe und Zerstreuungskreis finden sich m.E. gut aufgearbeitet hier:
http://www.elmar-baumann.de/fotograf...efe/node8.html
http://www.traxel.de/foto/drf/schaerfentiefe.pdf
http://www.abzdgm.ch/Fotografie/Fotoschule/Folge_12.pdf
Der letzte Link betrachtet auch noch andere Quellen fehlender Schärfe (Beugung durch Abblendung, Bewegung).