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Alt 11.04.2026, 10:43   #6
Man
 
 
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Zusammenarbeit (AF)von Fremdobjektiven (Sigma, Tamron) mit E-Mountkameras (bei mir A7III und A7RIV) ist problemlos.

Allerdings performen Sony-Objektive an den Kameras beim AF häufig besser als Fremdobjektive. Vermutet wird, dass über Einschränkung von Sony bezüglich der Serienbildgeschwindigkeit bei Fremdobjektiven (ist auf 15 Bilder /Sek. beschränkt) auch die Auslesegeschwindigkeit des AFs beschränkt wird.

Im Gebrauch merke ich davon nicht viel – aber im Vergleich z. B. Tamron 35-150 F/2,0-2,8 mit Sony 70-200 F/2,8 GMII bei schlechten Lichtverhältnissen (Innenraum Kirche ohne zusätzliche Beleuchtung) ist das Sony merklich besser. Das Tamron tappt da beim AF schon mal im Nebel rum während das Sony unter diesen Bedingungen noch recht zuverlässig fokussiert.

Im Vergleich fokussiert das Sigma 24-70 F/2,8 DG DN zuverlässig (aber nicht so flott wie das Sony 70-200) und steht dem Sony 24-105 F/4 nicht nach.

Meiner Meinung nach kommt man auch mit Fremdobjektiven (Tamron, Sigma, andere Fremdobjektivmarken habe ich noch nicht) gut klar. Beim Vergleich muss man auch immer ein wenig die Qualitätsstufe und damit auch den Preis des Objektivs berücksichtigen: das Sony 70-200 GMII kostet das doppelte vom Tamron 35-150 – das Sigma 24-70 kostet rd. 50% mehr als das Sony 24-105.

Fotografierst du viel bei miserablen Lichtbedingungen und sich bewegenden Motiven?
Dann wirst du für diesen Teilbereich über kurz oder lang bei hochpreisigen Objektiven von Sony landen.

Wenn dich das bislang nicht gestört hat (hat es offensichtlich nicht), wird dich A7IV und A7V auch beim AF begeistern.
Nicht unbedingt wegen eines „Turbo-AFs aus einer anderen Welt“ (die A7III hat einen gut brauchbaren AF), sondern wegen der besseren Einstellmöglichkeiten.

Z. B. Augen-AF auch in AF-C und mit tracking. Mit dem Spot-AF Gesicht/Auge anvisieren und der Tracking-AF weicht nicht mehr vom Auge ab, auch wenn dich das Motiv oder die Kamera bewegt. Die A7IV erwartet da ein offenes Auge, bei der A7V sollte das nach Erkennung des Auges selbst dann funktionieren, wenn sich das Gesicht mal kurz von der Kamera abwendet.

Die A7V hat nicht nur rd. 40% mehr MP sondern bessere Einstellmöglichkeiten, z. B bei der Motivauswahl für den AF.
Fotografierst du nur Stillleben und Landschaft, kann dir der AF ziemlich egal sein. Da würde ich eher zur deutlich preiswerteren (nur noch gebraucht erhältlichen) A7RIII greifen. Die hätte mit 42 MP sogar noch etwas mehr Auflösung.

Fotografierst du auch Menschen oder Tiere, z. B. im Urlaub, bei Feiern/Events oder im Zoo, dann bist du für jede Verbesserung beim AF dankbar.

Die A7IV kostet rd. 2.200 Euro, die A7V rd. 3.000 Euro (Preise von heute bei Fotokoch) – wenn du das Geld hast, würde ich zur A7V greifen.

Wenn du Nachteile im Handling (dafür kleineres Gehäuse und leichter) in Kauf nehmen möchtest, wäre die A7CII (eine Art A7V im Gehäuse einer APS-C-Kamera) etwas für dich. Die kostet (mit der Technik der A7V) aktuell (mit Cashback 200 Euro) vergleichsweise geringe 1.669 Euro.

Bevor du freudestrahlend (wegen dem Preis) direkt zur A7CII greifst: probiere erst mal im Geschäft oder auf einem Stammtisch aus, ob dir das Gehäuse liegt. Mir liegt es zum Beispiel nicht. Es ist mir zu klein, ich vermisse dort den Stick zum Steuern des AF-Punktes und der links außen angebrachte (schlechte) Sucher ist für mich nicht brauchbar, da mein rechtes Auge das deutlich schlechtere ist = wenn ich da mit dem linken Auge durchsehe, verschmiere ich mit meiner Nasenspitze den Monitor.

Gib mal Bescheid, ob bzw. was du dir geholt hast.
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