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Alt 08.04.2026, 21:48   #144
Kurt Weinmeister
 
 
Registriert seit: 06.03.2015
Ort: Berlin
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Monatsthema April 2026
BildEXIF DatenKommentar
embeDas Glück liegt in der Wiese, und embe im Glück kommt vorbei, tauscht seine Kamera gegen das ein, was dort liegt, drückt auf den Selbstauslöser und verschwindet aus dem Bild. So sehen wir wenigstens den Himmel in weiter Ferne, eine unverbaute Perspektive aus der Sicht eines Grashüpfers und fragen uns, wie man jetzt zur nächsten Tankstelle kommt. Ein Bild, das zum Träumen und Verweilen einlädt, das entspannt und unter keiner Decke, die über einem Zahnarztstuhl schwebt, fehlen darf. Ein sehr schönes Bild mit satten, frischen Farben, themenkonform und originell. I like it!
CrimsonGestern noch jubelte ich ihm zu: "Er kann es, er kann es". Und heute? "Schon wieder, schon wieder?" hat er zu viel Sonne im Gepäck. Du bekommst aber Extrapunkte für Aktualität und Originalität. Eine Elphi, langsam sinkend, aufzunehmen, sein eigenes gespaltenes Verhältnis zu den Umbauten der Hafencity damit sichtbar zu hinterlegen und gewollt damit zu provozieren, die moderne Identität und ikonische Architektur, für die die Elphi steht, in Frage zu stellen und sie in ihren Grundfesten zu erschüttern - Chapeau! Dann stört auch auch die Sonne nicht mehr. Auch die geht irgendwann unter.
haribeeDa hast Du mit Deinem SERVUS aber gerade noch so die Kurve gekriegt. Nichts ist langweiliger als ein 08/15 Flieger alleine auf einem Bild. Aber mit dem kleinen Schriftzug am Flieger eröffnest Du neue Ebenen. Eine davon ist der Neid. Neid auf die Leute, die z.B. jetzt in den Urlaub fliegen können, die es sich leisten können, die die Zeit dazu haben, die ... was immer man ihnen noch andichten mag. Eine andere Ebene ist die Passagiersicht. Leckt mich doch alle mal ... ich bin mal weg, Servus! Das grenzt schon an Unverschämtheit, den Daheimgebliebenen so frech ein Winke-Winke zu hinterlassen. Die nächste Ebene wären Umweltgedanken, "muss das denn sein?" Gedanken und noch viele andere Ebenen mit weiteren Gedanken. Bevor das jetzt zu viel wird: Servus!
catfriendPI"Für das Bild hab ich mich auf den Boden gelegt!", schreibt uns Barbara. Ich denke am Marius Müller Westernhagen "Ich rieche den Dreck, ich atme tief ein" und frage mich, warum Du das nach einem halben Jahr noch weißt. Aber wenn man sein 90mm Macro nutzen will, muss man sich schon in Bodennähe begeben. Glockenblumen mag ich auch, auch die Heide, die im Bokeh verschwommen im Hintergrund zu sehen ist. So richtig von unten scheint mir das aber nicht zu sein. Das nächste Mal nimmst Du einfach mal den Spaten mit und gräbst ein tiefes Loch. Dann schauen wir noch einmal .
Dat EiBlaulicht mit 400mm, Blende 40 und einer Sekunde Belichtungszeit. Die metallisch wirkenden Blauflächen erinnern mit ihren Sicken an Leitplanken, sanft fällt das Licht in den Schatten, in dem es dann verschwindet, um kurz danach mit der nächsten Welle wieder aufzuerstehen. Hier wurde sehr fein mit dem Licht, der Farbe und den Schatten gearbeitet. Aus heutiger Sicht würde ich das Bild noch sauber putzen, es gibt Lichtschimmer, die durchscheinen und Kratzer auf der Oberfläche. Aber 2011 war die Software noch nicht so weit, das hätte richtig Arbeit gemacht. Ein feines Bild, das ich sehr mag!
steve.hattonGannet von unten verbunden mit der Frage, ob es diesmal ausreichend von unten fotografiert sei. Meine Antwort lautet schlicht "ja"! Das lädierte Hinterteil vom letzten Sturzflug ist mir auch einen Limerick wert. Gannet von unten, so schaut er dich an, - als wüsst’ er genau, wie gut er das kann. - Er stürzt sich geschwind, - packt Beute im Wind, - und schwimmt dann zufrieden gemächlich voran. Jetzt aber genug der Vögelei. Die sind bis zum Ende des Monats für alle tabu. Aber schön sind sie schon, Deine beiden Vögel.
bruno5Die Zugspitzein der Abendsonne. Für fast Mitte Dezember war das Wetter sonnig und gut und es liegt erschreckend wenig Schnee dort oben. Das Ensemble dort oben verschandelt eigentlich den ganzen Berg, aber das stört das güldene Licht nicht, das den dunklen Fels hinaufsteigt. Ein schönes Erlebnis, dort oben in der klaren Luft zu wandern, Energie zu tanken und den Tag ausklingen zu lassen. Das ist gut für die damals anstehenden dunklen Tage!
Dornwald46Johann aus Kronach, also Johann Kaspar Zeuß wie wir der beigefügten Tafel entnehmen können, thront auf einem Stein wie auf einem Ei des Kolumbus, lesend und darauf wartend, dass jemand die Treppe herunterkommt und ihn in die nächste Kneipe entführt. Wenn man bedenkt, dass der gute Mann gerade einmal 50 Jahre alt geworden ist, frage ich mich, wie man so viel schaffen konnte in dieser kurzen Zeit? Für seine Forschungsarbeiten konnte er sicherlich nicht mal eben in das nächste Internetcafé gehen oder die nächste Bibliothek aufsuchen. Sein Denkmal wurde würdig und themenkonform aufgenommen, seine Haltung verstrahlt Würde und auch ein wenig Stolz mag da mitschwingen. Ein interessanter Zeitgenosse, der mich jetzt gerade auch bereichert hat!
DanaIch habe so eine Vermutung, welches Glück der embe in der Wiese gefunden hat. Aber ich sehe gerade, die sich lasziv in der Wiese räkelnde Dame, die sich die Welt aus der Käferperspektive anschaut, kann nicht Dana gewesen sein. Es sei denn, sie lag da 25 Tage. Wir stehen hier als Käfer vor einer Wand aus Halmen, was bedeutet, dass wir noch auf dem Weg stehen und uns fragen, ob es sich lohnt, ins Dickicht abzutauchen. Das ist heute das zweite Bild von unten aus einer Wiese heraus. Die Sonne mittig, der Käfer kommt sich vor, als läge er unter einem Brennglas, die grünen Halme recken sich nach oben - dem Licht entgegen. Noch ist alles schön grün im April und das Gras hoch. Aber die erste Mahd kommt sicherlich bald; hoffen wir, dass unser Käfer diese Prozedur überlebt und wir erfreuen uns noch ein wenig an den Stängeln, an den Halmen und dem blau-grünen Zauber, den das Bild ausstrahlt.
EffjotterRiva del Garda - "schief & schäl" ist es aber gar nicht aufgenommen. Sauber ausgerichtet wandert der Blick nach oben und findet immer wieder Halt an neuen Motiven. Gut, nicht wirklich neu, aber anders. Jede Fensterebene hat ihr eigenes Gesicht, was die Perspektive interessant und spannend macht. Dazu gesellen sich in einem weichen Licht erdige Farben, die ich vielleicht etwas kräftiger herausgearbeitet hätte. Aber das ist Geschmacksache und kein Kritikpunkt. Eine stimmige Aufnahme und absolut themenkonform!
JoZFür Unterm Mirabellbaum gibt es Zusatzpunkte für das aktuellste Bild von heute. Die Prunus hier ist schon recht alt und stattlich und dennoch voller Blüte. Das Holz eignet sich gut zum Schnitzen und so manch ein Wunder steckt unter der Rinde und kommt dann hervor. Aber bis es so weit ist, erfreuen wir uns an dem Anblick und hoffen, dass kein Frost jetzt mehr die Blüte zerstört. Mirabellen und Renekloden findet man heute noch als Strassenbäume. Schöne Früchte!
Der Jeck us KölleDie Eingangspforte des Kölner Dom erschlägt mich mit ihrer gotischen Wucht. Die Aufnahme hat den Bogen im Fokus, der für sich alleine gesehen schon riesig ist. Seine Schiffsform pflügt ungestüm nach oben. Dahinter, bzw. darüber türmt sich ein massives Gebirge aus Sandstein auf, deren Höhe man hier nur erahnen kann. Das gesamte Bild besteht nur aus verziertem, aufstrebenden Stein, was der Bildwirkung einen Sog verleiht, der jeden unweigerlich in seinen Bann und in die Höhe zieht. Ein würdiges Abschlussbild!

Damit es sich nicht wiederholt, hier eine Liste der geächteten Motive für die nächsten sieben Tage. Damit hier ein wenig mehr Dynamik entsteht.
- Vogel, einzeln und mittig im Bild
- Blume, einzeln und verlassen
- Flugzeug ohne Begleitung
- Elphi in jeder Lage

Man kann diese Motive natürlich auch weiterhin einstellen. Ich würde es dann mit einem knappen "Themenkonform" begrüßen und sofort wieder verabschieden.
Es sei denn, es ist "DAS" Hammerbild.
Dann hängt es bestimmt schon an eurer Wand und es wäre mir eine Ehre, es entsprechend würdigen und kommentieren zu dürfen.
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Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel (Bukowski).
Chefexeget an der Rudolf-Steiner Schule
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