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Langsam, aber unübersehbar wird es stiller um die Stille. Der thematische Fundus der geschätzten Userschaft schmilzt dahin, und das aufbrechende Frühjahr lässt nach dem ungewöhnlich langen, frostigen Winter offenbar auch wenig Raum für neue „stille“ Aufnahmen…
| Besprechung 18.3.2026 |
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| Name | Bild | Besprechung | | K-H-B | | Stille-18 Ein berührend schönes Bild, das Dir hier gelungen ist, Karl-Heinz. Ein wenig wie in einem impressionistischen Gemälde steht das Mädchen auf den Felsen am Meer und schaut in die Ferne. Obwohl man ihr Gesicht nicht sieht, verströmt dieser Moment Melancholie und Verträumtheit. Das impliziert unweigerlich Stille, selbst wenn diese hier wohl nicht wirklich präsent war. Das Meer an sich ist, wie man weiß, nicht leise, wenn es auf die steinige Küste trifft, und die Menschen im Hintergrund sind es sicher auch nicht. Aber angesichts der zarten Magie dieses Augenblicks, die noch durch den Kontrast zwischen Kleid und Mädchenkörper sowie dem bläulich-grünen Untergrund verstärkt wird, würde ich das glatt übersehen wollen… | | kiwi05 | | Hardangervidda Eine Szenerie, Peter, die ich liebend gern jetzt live sehen würde. Alles wirkt so mystisch, dass ich nicht sicher bin in dem, was ich zu sehen meine. Ist das Schnee, der dort auf den Hügeln matt glänzt? Ende Juni, mitten an einem skandinavischen Endlossommertag, an dem die Sonne praktisch nicht untergehen will?! Auf jeden Fall eine sehr gelungene Langzeitbelichtung, auch elegant geschnitten, in der die Stille geradezu mit Händen zu greifen ist. Ich verstehe gut, wenn Du von einem wunderbaren Ort sprichst. Da sich mein eigenes Norwegen-Erleben bislang nur auf Oslo verengt, musste ich erst einmal googeln und weiß nun, dass Hardangervidda nicht nur Norwegens größter Nationalpark ist sondern zugleich Europas größtes Hochgebirgsplateau – bekannt für weite, baumlose Tundra, arktisches Klima und die größte wilde Rentierpopulation des Kontinents. Auch bei diesem Bild ist es denn schade, dass die EXIF-Daten nicht auch die Außentemperatur während einer Aufnahme erfassen Vermutlich war es eine sehr kühle Stille im späten Juni 2022… | | Dornwald46 | | hier ist sehr still Ja, Hermann, das glaube ich Dir aufs Wort: Hier ist es seeehr still. Eine hölzerne Sitzbank, ruhig, abgelegen und friedlich in einem Waldflecken versteckt, umgeben von einem herbstlich verfärbten Blätterteppich. Vermutlich ein Geheimtipp für Liebespaare oder sonstige Zeitgenossen, die ungesehen sein wollen oder eben die Stille suchen. Schön entdeckt und auch gut fotografiert. Denn indem Du viel baumbestandene Umgebung drangelassen hast, blickt der Betrachter ein wenig wie durch ein Brennglas auf die Bank. Das Metallschildchen an der Lehne verrät, dass diese einst wohl von guten Seelen gespendet wurde. Warst Du das etwa? | | bruno5 | | Monte Castello Still ruht der Berg im letzten mittseptemberlichen Tageslicht, in diesem Fall der Montecastello, selbst wenn man dessen berühmte Wallfahrtskirche nicht erkennt. Die Atmosphäre, die Du hier stilsicher eingefangen hast, Bruno, passt zur Jahreszeit, mithin dem Übergang vom Sommer zum Herbst, der gern mal verbunden ist mit sentimentalen Gefühlen und getaucht in besonderes, sanftes Licht. Nur sag mal bitte, was schwimmt da im Vordergrund auf dem Gardasee und hinterlässt dabei eine sichtbare Spur im dahindämmernden Wasser? Ein Wasservogel, so würde ich sagen, ist es nicht. Ein kleines Uboot, dessen Turm herausschaut, hoffentlich auch nicht. Vielleicht ein ferngesteuertes Modellboot? Ich kann mir schlicht keinen Reim darauf machen… | | ingoKober | | Meerjungfrau Na ja, Ingo, eine Jungfrau ist sie wohl nicht mehr, so wie sie da mit fast ein wenig schamlos grienenden Gesicht und altersgerecht geformten Rundungen auf dem morschen Holze hockt. Aber ansonsten hat sie natürlich alle Attribute einer Nixe. Ich denke, ich habe sie schon mal gesehen. War es im Hafen von Rerik an der Ostsee? Da war sie indes etwas farbiger gestaltet, mit gelbem Haar und blauem Fischschwanz. Dazu könnte auch passen, dass Deine Aufnahme schon 18 Jahre alt ist, will sagen: ohne Farbe wäre die Gute inzwischen wohl schon zerbröselt. Doch auch ohne Bemalung ein origineller Farbtupfer in diesem stillen Monatsthema! Und da es Ende März gegen 19 Uhr an der Küste oft noch sehr betulich zugeht, auch themenkonform! | | Effjotter | | St. Kevin's Church, Glendalough In Irland war ich noch nicht, weiß aber, dass es hier einige dieser uralten Steinkirchen hat. Diese hier in Glendalough soll, wie ich beim Nachgoogeln las, auch St. Kevin’s Kitchen genannt werden. Was sie mit einer Küche gemein hat, lässt sich auf Deinem Bild leider nicht ausmachen. Aber da man weder Koch noch Kellner erspäht und auch sonst keinerlei lärmendes Volk zwischen den schiefen Grabmalen, nehme ich Dir die Stille gern ab. Ohne Frage eine weltentrückte Stimmung, die Du hier ruhig und leise eingefangen hast! | |
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Gruß Harald
Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
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