In meiner lang zurückliegenden Jugend habe ich das Buch "Hallo Mister Gott hier spricht Anna" gelesen. Ein kleines vierjähriges Mädchen erlebt die Schönheit der Welt auch im kleinen. Es ist ein religiöses Buch und das ist der Teil der mich nie so interessiert hatte und hat. Aber es ist auch ein Buch wie man die Welt - sei es im Rost eines Zaunes, sei es im Hässlichen - oder auch zwischen den Spiegeln entdecken kann.
Eines Tages stellt Fynn (der Autor - ein irischer Mathematiker) zwei Spiegel im 90 Grad Winkel auf und stellt davor eine Kerze. Dann sieht man die Kerze viermal. Verringere ich die Winkel, dann sieht man fünf Kerzen, sechs Kerzen usw. Je enger man die Spiegel also stellt desto mehr Kerzen würde man sehen. Berühren sich die Spiegel dann hätte man eine Linie mit unendlich vielen Kerzen. Und genau zu diesen Erkenntnissen kommt Anna und ist begeistert.
Ich fand dieses Beispiel grandios. Es ist für mich ein Teil, wie man Mathematik vermitteln sollte. Staunen erzeugen.
Und dieses Foto ist mein Tribut an das Buch und diese Geschichte. Zwei Rasierspiegel aufgestellt. Ein Kaleidoskop davor platziert. Und dieses Foto gemacht.

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VG
Jürgen