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Alt 16.01.2026, 13:39   #24
DerGoettinger

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Zitat:
Zitat von aidualk Beitrag anzeigen
Du negierst gezielt die Beobachtungen der letzten Jahre, ...
Das ist ein sehr interessanter Einwand. Ich weiß nicht, wo Du ihn her hast, denn ich sage ja ausdrücklich:
Zitat:
Zitat von DerGoettinger Beitrag anzeigen
Ja, es gibt durchaus gute Gründe, warum sie in der Vergangenheit nichts gemacht haben:
Ich seh da keine Negierung drin. Im Gegenteil, ich nenne sogar mögliche Gründe, warum es sogar logisch ist, dass Sony so gehandelt hat. Worin liegt die Negation der Vergangenheit?

Und ja, Sony hat irgendwann mal längere Zeit nichts mehr mit dem A-Mount gemacht, sich dazu ausgeschwiegen, was sie mit A-Mount weiter vorhaben, und danach auch weiter nichts mit dem A-Mount gemacht (mit Ausnahme der Tatsache, dass sie irgendwann mal den LA-EA5 nachgeschoben haben).

Und was weiter? Das soll der Grund sein, weswegen Sony auch keine APS-C-Kameras mehr herstellen, weil sie längere Zeit nichts mehr mit den APS-C-Kameras gemacht haben und auch dazu ausschweigen, was sie mit den APS-C-Kameras vorhaben?

Zitat:
Zitat von aidualk Beitrag anzeigen
... saugst dir Szenarien aus den Fingern...
Naja, ich mache schon noch einen Schritt dazwischen, den Du hier jetzt einfach mal unterschlägst: ich stelle die gemachten Beobachtungen (A-Mount, APS-C-Fotokameras --> nichts tun, nichts sagen) erst einmal in einen Zusammenhang mit weiteren äußeren Faktoren (Entwicklungsstand, Marktsituation, Verhalten der Mitbewerber) und analysiere das hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Erst dann "sauge" ich mir basierend darauf verschiedene mögliche Szenarien für die Zukunft "aus den Fingern", für die ich dann aber auch erst noch jeweils die Wahrscheinlichkeit des Eintritts zu bewerten versuche.

Das ist nämlich leider ein Problem des Menschen überhaupt, dass er sehr schlecht darin ist, die "Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses" richtig einzuschätzen. Wir überschätzen zum Beipsiel Gefahren, die uns leicht in den Sinn kommen, weil sie zum Beispiel uns durch Medien oder persönliche Erlebnisse besonders präsent sind. Zahlen und Statistiken sind hingegen schwerer greifbar und werden deswegen oft vernachlässigt. Ganz einfache Frage: "Was kann uns passieren, wenn wir nachts allein auf die Straße gehen?" Wir haben im Kopf sofort Szenarien wie "von Verbrechern überfallen", "von betrunkenen Autofahrern überfahren" und andere Schreckensszenarien. Und weil uns das einfällt halten wir das auch für relativ wahrscheinlich. Aber wer von uns hat jetzt an die Möglichkeit des Szenarios "nichts" gedacht?

Das Problem ist unter anderem, dass unser Gehirn gerne Abkürzung nutzt: Je leichter uns ein Beispiel für ein Ereignis einfällt, desto wahrscheinlicher halten wir es. Bei "nachts allein unterwegs in der Stadt" schießen uns sofort Bilder von Filmen oder dramatischen Nachrichtenmeldungen über Überfälle in den Kopf. Da diese Bilder sehr präsent und emotional aufgeladen sind, stuft unser Gehirn die Wahrscheinlichkeit eines Überfalls als extrem hoch ein – obwohl die statistische Wahrscheinlichkeit in den meisten Städten verschwindend gering ist.

Genau deswegen gebe ich mir viel Mühe, über die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten nachzudenken und nicht instinktmäßig auf das erste mir einfallende Szenario hereinzufallen. Aus möglichen Szenarien also wahrscheinliche Szenarien abzuleiten, ist übrigens in diversen wissenschaftlichen Disziplinen ein durchaus gängiges Verfahren (je mehr ich darüber nachdenke eigentlich in fast allen, bei denen es in irgendeiner Weise um Zukunftsprognosen geht). Eine einfache Methode zur Bewertung der "Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Ereignisses, ist ürbigens "Ockhams Rasiermesser".

Zitat:
Zitat von aidualk Beitrag anzeigen
... und stellst sie als zukünftige Ereignisse dar.
Wenn Du es so willst: Ja, das sind die zukünftigen Ereignisse, deren Eintritt ich am wahrscheinlichsten halte. Aber nichts anderes machst Du doch auch. Dein zukünftiges Ereignis heiß "Sony wird keine APS-C-Kamera mehr veröffentlichen". Hast Du Dir ja auch irgendwie auch als Szenario aus den Fingern gesogen.

Zitat:
Zitat von aidualk Beitrag anzeigen
Das führt für mich zu nichts.
Tja... Was soll ich dazu sagen? Mir würden jetzt einige mögliche Szenarien einfallen, warum das so sein könnte, aber ich denke, es bringt nichts, dazu über Wahrscheinlichkeiten nachzudenken. 's würde möglicherweise auch zu persönlich werden.
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"Die ersten 10.000 Bilder sind die schlechtesten" - wahlweise Henri-Cartier Bresson, Jackson Pollock oder Helmut Newton zugeschrieben
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