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Alt 24.11.2025, 16:33   #187
perser
 
 
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Bonjour Tristesse
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perserMan kann nur erahnen, was da los ist. Vor allem wenn man sieht, dass eine Hälfte des Bildes mir noch gutes Wetter suggeriert. Die Autos warten schon mal, bis das Ganze vorbei ist. Und das Kind macht noch den Eindruck als sei nichts Besonderes. Sand kriecht durch alle Ritzen. Ich denke Masken sind angesagt.
Das war in Südäthiopien, im Omo-Tal. Wir waren in einem Dorf der Dessanech, einem Volk, das keine 50 000 Menschen mehr zählt und das in völlig windschiefen Holzhütten lebt. Aber als sich diese Windhose bildete, schauten sie eher unbeeindruckt Richtung Horizont. Sie schienen dies zu kennen. Ich dagegen kannte solche Wetterphänomene nur aus dem TV und dachte im ersten Moment, wer weiß, ob es nun nicht gar noch unsere Jeeps durch die Luft wedelt. Aber die stoische Gelassenheit der Afrikaner beruhigte mich dann auch schnell, so dass ich flugs noch zur Kamera griff..

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Your Song
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perser Die Moldau von Bedrich Smetana. Diese Melodie nimmt mich auch immer mit nach Prag. Ich glaube es ist jetzt so 20 Jahre her, dass ich das letzte Mal da war. In den 80er und 90er Jahren war ich bestimmt mindestens einmal im Jahr dort. Als westdeutscher Student war es das Paradies. Mit der samtenen Revolution wurden die Türen, die vorher offenstanden, verschlossen. Die Ketten wie Starbucks verdrängten die Cafes, Kneipen wie das U Kaliche (zum Kelch) haben einen Imagewandel durchgemacht. Aus Handwerkskunst wurde fernöstlicher Kitsch. Diese Musik nimmt mich aber mit in „mein“ altes Prag. Und ich kämpfe noch mit mir: Will ich da nochmal hin? Oder will ich Prag so in Erinnerung behalten, wie ich es kannte.
So verschieden ist das eben: Ich war die ersten Male in Prag als Ostler, der pro Tag nur 40 DDR-Mark (120 Kronen) umtauschen durfte, was schon angesichts der Hotelpreise zum engen Wirtschaften zwang, weshalb wir uns dann teilweise Privatquartiere suchten, analog Airbnb, was es damals so noch nicht gab. Und wir ärgerten uns stets, wie die Tschechen den Westdeutschen in den Allerwertesten krochen, während sie uns überdeutlich zu verstehen gaben, dass wir nur ungewollte Deutsche zweiter Klasse sind… Aber das betraf nur manche Gastrobranchen. Die meisten Tschechen war okay. Ja, und heute ist Prag so gnadenlos überfüllt, dass ich nicht weiß, ob ich je wieder dorthin fahren werde. Da behalte ich auch lieber mein altes Prag im Gedächtnis…

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Street Vibes
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perserMiami lebt von Touristen und seiner lateinamerikanischen Bevölkerung . Und den Exilkubanern. Bei Miami denkt man an Tanz an Rhythmus , an Jachten an Sonne und Miami Vice oder CSI Miami. Und das alles findet sich in diesem Bild. Mehr Miami kann man nicht auf ein Foto bannen, ohne dass es gestellt wirkt. Vier ältere Persönlichkeiten swingen und grooven dazu auf unterschiedliche Art zur Musik. Klasse Bild.
Ich hatte zunächst nicht gedacht, dass Du Dich für jenes Bild entscheidest, aber ich hätte es mir denken müssen. Die USA kennst Du gut, auch wie Du hier über Miami urteilst! Ich habe nicht diese Amerika-Kenntnis, war erst einmal dort (und noch nie in New York, San Francisco oder den berühmten Nationalparks), da meine Frau die Staaten nicht sonderlich mag. Aber Miami habe ich in sehr lebhafter Erinnerung, das Flair, den Duft, die Architektur, und nicht zuletzt die Everglades…

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Sitze(n)
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perserWas für ein Unterschied in den Kulturen der Welt und im Alter der Porträtierten. Ich habe zwei ähnliche Bilder aus Erfurt und London mit jüngeren Leuten. Alle, aber wirklich alle, benutzen dort das Handy. Ob diese Männer hier zusammengehörig sind, weiß ich natürlich nicht. Aber Freundschaft heißt auch manchmal, gemeinsam schweigen zu können. Auf jeden Fall ein ganz tolles Bild.
Ich mache, wenn ich Bahn oder Bus fahre oder nur an einer Haltstelle stehe, meist dieselben Beobachtungen. Wobei es inzwischen auch einen sehr notwendigen Hintergrund hat. Denn Bahnkunden sind angesichts der aktuellen Verspätungs-Orgien geradezu erschossen ohne Smartphone mit DB-Navigator…

Inwieweit diese Männer hier zusammengehören, weiß ich natürlich nicht. Aber ich denke, in solchen Gesellschaften, die meist noch mehr geerdet sind als die unsrige, und wo man wie selbstverständlich Familie hat, Kinder erzieht, Alte betreut, Nachbarn hilft, sich nach dem gegenseitigen Wohlbefinden erkundigt etc., kennt jeder jeden. Ob verwandt, verschwägert, befreundet, von der Arbeit her oder aus dem Tempel verbandelt…


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Steine
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perser Eine schöne Serie Harald. Es zeigt die Personen, die aus Stein etwas zaubern. Die Stein abbauen, die Stein bearbeiten, die aus Stein Kunst machen. Gefallen mir gut.
Danke! Du merkst ja, wenn es gar zu sehr ins Künstl(eris)che geht, ist das nicht mehr so mein Ding. Ich mag es eher realistisch. Arbeitende Menschen beispielsweise…
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Gruß Harald

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
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