Weiter geht’s also. Die üblichen Straßensperren mussten überwunden werden

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Wir fuhren lange durch Teeplantagen, fast permanent ging es bergauf.

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Unterwegs fielen immer wieder diese Transportgefährte auf. Jedes dieser Bananenbündel wiegt 20-30 kg muss man wissen

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Schliesslich landeten wir in unserer nächsten Unterkunft, einer von einem schottischen Ehepaar geführten sehr netten Berggipfel-Lodge mit grandioser Aussicht

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Auch unsere Hütte war sehr nett. Wir hatten ein Wohn- ein Schlaf- ein Kleiderzimmer und ein Bad.

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Und ebenfalls grandiose Aussicht

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Früh am nächsten Morgen fuhren wir dann in den Dschungel von Kibale

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Dort lebt eine der größten Schimpansenpopulatioen weltweit. Rund 1500 Tiere, von denen ca 120 habituiert, also Menschen gewöhnt sind und besucht werden können.
Bekannt wurde Kibale durch den Ngogo Krieg: Von 1999 bis 2009 führte die sehr große Ngogo Gruppe regelmäßig ausgesprochen brutale Kriegszüge gegen andere Gruppen, um ihr Territorium zu erweitern.
Schimpansen sind uns Menschen eben doch sehr ähnlich.
Auch sind es sehr gefährliche Tiere. Mit der Kraft dreier Preisboxer, einer sehr kurzen Zündschnur und täglichen Wutanfällen sind gerade die Männchen Tiere, denen man besser aus dem Weg gehen sollte. Eigentlich…..Aber kaum einer der Touristen hat Respekt oder Angst vor ihnen. Stattdessen fürchten sie die sehr viel friedlicheren Gorillas. Verkehrte Welt. Schimpansen jagen und fressen übrigens auch Gorillas. Strategisch lenken einige den Silberrücken ab, während andere die Babies klauen, verschleppen und dann gemeinsam aufessen.
Ich bin daher echt erstaunt, dass die Schimpansenbesuche bisher immer harmlos ausgehen. Ich habe dann an diesem Tag noch selber mehrere Wutausbrüche erwachsener Männer erlebt. Aber die gingen immer NUR gegen Artgenossen. Einer hat mich zwar aus dem Weg geschubst, weil er vorbei wollte, aber mich sonst nicht weiter beachtet. Zum Glück.
Aber nun zurück zur Ankunft. Letzte Mal war das Rangerquartier ein beschaulicher Platz im Dschungel und ausser uns waren nur noch zwei Gruppen dort.
Mein Gott, was ist daraus nur geworden? Uns empfing eine lärmende Tanzgruppe und eine Unmasse von Autos und Touristen.

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Nix mit beschaulicher Dschungelidylle.
Zum Glück fuhren wir gleich nach dem Briefing eine Strecke tiefer in den Wald und machten uns dann zu Fuß auf den Weg.

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Schon nach wenigen Minuten trafen wir auf diesen Schimpansenherrn.

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Offenbar ein von den Rangern angestellter und bezahlter Guide. Später sahen wir noch wo er wohl die Nächte verbrachte, denn mitten im Dschungel gab es einen Wegweiser zur Primate Lodge.
Zunächst aber führte er uns zu einer Schimpansengruppe. Er ging langsam voraus und wenn er an einen Baum mit großen Brettwurzeln kam, trommelte er kurz mit einer Hand da drauf. Prompt kam Antwort von tiefer im Dschungel und es war klar, wohin es weiter gehen musste.
Und auf einmal waren wir mitten unter den Schimpansen.

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Das Licht am Dschungelboden war leider sehr sehr schwach und so mussten wir mit sehr hohen ISO Werten, bei mir bis ISO 25600 arbeiten.
Hier ein Gruppenmitglied mit einer Augenkrankheit

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Und hier der Denker als Vertreter der intellektuellen Klasse

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Natürlich trugen wir Masken, denn wir waren wirklich mitten unter den Affen und einen Schnupfen zu übertragen wäre fatal

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Um uns herum fand das ganz normale Gruppenleben statt.
Freunde hingen miteinander ab.

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Andere betrieben gegenseitige Körperpflege….auch, wenn es mal ziepte.

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Im Porträt sieht man, dass das nicht nur einfach Tiere, sondern irgendwie Leute sind.

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Trotz des miesen Lichtes nicht schlecht, oder? Das sind ISO 25600!!! Vor wenigen Jahren hätte man ausser Schnee kaum etwas auf solchen Bildern gesehen.
Hier ein offenbar eher depressiv gestimmter Kollege

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Primaten sehen sich an….

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Der vordere heisst Horst
Noch mehr Körperpflege

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Horst ist dabei

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Aber nicht nur er

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Manchmal wurde es auch laut

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Hier der jüngste Sproß der Gruppe

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Und hier vielleicht die älteste Dame. Wer Jane Goodall gelesen hat….diese Dame erinnerte mich sehr an Flo.

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Noch ein kleines Konvolut

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Nach einer Stunde waren wir wie gesagt verpflichtet, uns zu verabschieden

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Unter uns: Von diesem Baum habe ich eine kleine Moosprobe entnommen, die ich versuche in meinem Regenwald daheim zum Wachsen und Gedeihen zu bringen.
Auf dem Rückweg fanden wir noch ein Schlafnest von der letzten Nacht

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Jeder Schimpanse baut sich jeden Abend so ein Nest und schläft dann darin. Nur kleine Kinder dürfen bei Mama unterschlüpfen.
Zurück am Parkplatz überraschten wir die profanere Primatenverwandtschaft dabei, den Mülleimer zu plündern

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Und bald darauf waren wir wieder on the Road again. Hier eine typische Straßenszen, das beladen eines Matatu, eines Sammelbusses. Alles und alle passten da auch wirklich rein.

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Wir waren froh, unser eigenes Auto zu haben.