Zitat:
Zitat von steve.hatton
Ist die Passwortverwaltung über den Browser denn sicher ?
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Auf jeden Fall sicherer, als die Passwörter jedes Mal von Hand einzutippen:
- Mir kann niemand bei der Eingabe über die Schulter schauen.
- Auch ein heimlich installierter Keylogger hätte keine Chance, irgendwelche Tastendrücke abzufangen.
- Ich hab gerade mal nachgezählt, aktuell hab ich über 100 verschiedene Logins gespeichert, vom Online-Banking über das ELSTER-Portal beim Finanzamt, diverse E-Mail-Accounts und Foren bis zur Admin-Weboberfläche meines Laserdruckers. Keine Chance, dass ich mir die alle auswendig merken könnte - aber dann doch bitte lieber verschlüsselt speichern, als sie irgendwo auf einen Zettel zu kritzeln.
- Der Passwort-Manager füllt die Eingabefelder nur auf genau der Seite aus, für die sie auch gespeichert wurden. Wenn mich jemand z.B. auf "sparkassse.de" statt "sparkasse.de" lockt, würde Firefox mein Passwort selbst dann nicht herausrücken, wenn die Seite so täuschend imitiert ist, dass ich selber den Unterschied gar nicht auf Anhieb bemerke.
Dem Browser muss ich eh vertrauen, sobald ich ein Login-Feld ausfülle. Da kann ich ihn auch gleich die Eingaben speichern lassen. Besser als noch irgendein weiteres Programm mit weiteren potentiellen Sicherheitslücken zu installieren.
In Firefox werden die Passwörter in einer verschlüsselten Datenbank im Benutzerprofil abgelegt. Dieses ist bei mir wiederum EFS-verschlüsselt, so dass man auf die Dateien überhaupt nur zugreifen kann, wenn man mit meinem Windows-Account am PC angemeldet ist. Das Ganze liegt wiederum auf einer Bitlocker-Partition, deren Key auf einem USB-Stick gespeichert ist, den ich bei längerer Abwesenheit abziehe und irgendwo sicher verstaue. Das erscheint mir sicher genug

– aber wenn ich wollte, könnte ich dem Passwort-Manager auch noch ein zusätzliches Master-Passwort verpassen, das ich dann jeweils eingeben müsste.
Das einzige Risiko: Wenn mich jemand in meiner Wohnung überfällt, wenn der Rechner gerade entsperrt ist, könnte er sich alle Passwörter anzeigen lassen. Aber das Risiko bestände bei einem Notizbuch in der Schreibtischschublade natürlich erst recht, und das könnte er sogar einfach einstecken und mitnehmen.