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Alt 20.03.2025, 09:39   #2
Fotorrhoe
 
 
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Zitat von RRibitsch Beitrag anzeigen
Hallo!

Habe mal ein Thema, für welches ich selbst keine Antwort habe.

Ich verwende für meine Fotografie von fahrenden Zügen an der Alpha 7 IV das Tamron 28-75 mm f 2.8 der 2. Generation bei 50mm Brennweite. Um Bewegungsunschärfen zu vermeiden und dennoch eine gute Tiefenschärfe zu haben verwende ich 1/1600 sec, meist bei Blende 6.3, ideale Lichtbedingungen vorausgesetzt.

Jetzt habe ich mir das kleine Sony G 50mm f 2.5 gekauft, welches ja hinsichtlich Schärfe äußerst gut sein soll. Dabei ist mir im Vergleich zum Tamron aufgefallen, dass die Schärfe des Triebfahrzeuges, welches im Fokus liegt, etwas besser ist, dafür aber der erweiterte Hintergrund weniger Schärfe aufweist.

Meine Frage wäre daher, können unterschiedliche Objektive bei selber Brennweite und Blendeneinstellung unterschiedliche hypofokale Tiefenschärfenbereiche aufweisen oder lässt sich dies anders erklären?

Anbei ein Beispielfoto, wo z.B. die Kilometertafel wie auch der Wald am Berg im Hintergrund mit dem Sony unschärfer wäre.
Das Tamron der 2. Serie hat eine sehr gute Schärfe über ein breites Feld bei 50 mm. Bei 6.3 ist es bereits Beugungs-limitiert, die beste Schärfe erreicht man in der Mitte bei 4.0- Das Sony ist in der Mitte leicht schärfer, sollte bei gleicher Blende ebenfalls bereits über das Maximum bei 4.0 hinaus sein. Das Sony ist sehr kompakt und baut zum Rand hin deutlicher ab als das Tamron. Hier haben wir den Fall eines Zooms, das besser ist als eine Festbrennweite. Allerdings kommt es doch sehr auf einen echten 1:1 Vergleich mit gleichem Licht und gleicher Fokuseinstellung an. Ev. manuell auf einen zentralen Referenzpunkt fokussieren und dann die beiden Objektive in der 2/3tel Peripherie vergleichen. Von den optischen Gesetzen ist bei gleicher Blende und gleicher Fokuslage kein Unterschied zu erwarten.
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