Zitat:
Zitat von Kurt Weinmeister
Die „klassische“ und damit die optisch „gefälligere“ Variante ist sicherlich die linke Darstellung.
Gefühlt mehr negativen Raum und für mich mehr Interpretationsmöglichkeiten bietet die rechte Variante.
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Die rechte Variante ist das Original, die linke die gespiegelte Variante. Tatsächlich gefällt mir die rechte Variante auch besser, aber weil ich die schon mehrere Jahre kenne (ich hab es erst vor wenigen Tagen auf Anraten eines Freundes mit der Spiegelung versucht), bin ich davon ausgegangen, dass es einfach nur "Gewohnheit" war, weil ich die Version halt schon so lange (ohne Alternative) kannte.
Ich kann die Argumentation verstehen, wonach die linke Variante die "klassische" ist. Wir lesen von links nach rechts und betrachten auch ein Bild entsprechend so. Die Dachlinie führt den Blick schließlich zum eigentlichen Motiv (dem blauen Steg mit den Leuten), und da bleibt der Blick dann auch haften. Der Blick bleibt also "im Bild".
Mit der rechten Variante wird der Blick eher "herausgeführt". Man kommt von links ins Bild, sieht sofort das Hauptmotiv, bleibt dort ein wenig haften, will dann aber "noch mal nachsehen, was es noch im Bild gibt", schaut weiter nach rechts, und weil da nur noch Grau kommt und nichts mehr, woran man sich festhalten kann, "rutscht" man irgendwie 'raus aus dem Bild.
Ich hab aber irgendwie eine andere Assoziation - und die deckt sich ziemlich genau mit der von Kurt.
Bei der linken Variante "verengt" sich die Welt und läuft irgendwie wie gegen eine Wand. Es ist für mir irgendwie so, als hätte ich "Druck auf der Brust". Bei der rechten Variante "öffnet" sich dort erst die Welt, sie ist dort nicht zuende, sondern beginnt hier erst "zu atmen".
Zitat:
Zitat von Kurt Weinmeister
Ist letztlich die Frage, welche Zielgruppe Du ansprechen willst.
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Tja, ich möchte das Bild gerne bei einem größeren Wettbewerb einreichen. Und ich befürchte, die Juroren werden sich nicht die Zeit nehmen für philosophische Betrachtungen. Die "schön klassische" Variante hat da - befürchte ich - einfach größere Chancen. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler...