Grusel entsteht erst im Kopf. Konkreter in der Amygdala, einer Art Angstzentrum des Gehirns. Erst hier wandelt sich eine scheinbar unspektakuläre Situation urplötzlich in beklemmende Bilder.
So wie bei diesem Foto…

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Bild in der Galerie
Die Aufnahme habe ich im tiefsten Urwald des Kongobecken gemacht – laut dem Schriftsteller Joseph Conrad das „Herz der Finsternis“. Wir waren eine kleine Gruppe Tierfotografen, auf der Pirsch nach Flachlandgorillas und Waldelefanten – und wateten gerade im Grenzgebiet zwischen der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) durch teils hüfthohes Schwarzwasser. Die nächste menschliche Ansiedlung war meilenweit entfernt, nur drei Pygmäen begleiteten uns.
Da tauchten auf einmal aus dem Nichts diese beiden bewaffneten Uniformierten auf. Und in Sekundenbruchteilen bekommt man plötzlich schräge Bilder in den Kopf - von Freischärlern, Terroristen, Kidnappern, Kriegsversprengten. Immerhin hatte es knapp zwei Jahre zuvor in der ZAR noch einen hässlichen Bürgerkrieg gegeben…
Doch die beiden waren staatliche Wildhüter – und ebenso überrascht wie wir. Es wurde eine kurze aber freundliche Begegnung in radebrechendem Französisch