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Es kommt wie immer darauf an, was du möchtest.
Die aktuellen 85er F/1,4 von Sony (gibt es jetzt in einer neuen Version für stolze 2.100 Euro) und Sigma werden in allen Belangen dem 85er Minolta überlegen sein.
Wenn man identische Bilder von den drei Objektiven nebeneinandergelegt vergleicht, wird man die Bilder vom Minolta als weniger scharf und mit mehr Bildfehlern (CAs) identifizieren können. Das Minolta bildet im Vergleich etwas weich ab, was bei Portraits durchaus gewollt sein kann (wer will da schon jede Unreinheit vor Augen geführt haben wollen?).
Ein Portrait mit zu viel Details (Hautunreinheiten) weicher machen, geht heute locker – wenn man möchte auch mit Hilfe von KI(-Filtern).
Ein Bild mit zu wenig Details detailreicher machen, geht eher nicht. Zwar kann man über KI so einiges dazurechnen lassen, aber ob das Ergebnis wirklich das ist, was man haben möchte, ist nicht sicher.
Noch wichtiger wie die von dir gefragte Bildqualität wäre mir der AF – auch wenn du diesen ausdrücklich als nicht so wichtig deklariert hast.
Im Vergleich zum Minolta sind die beiden anderen Objektive bereits auf die Bedürfnisse einer DSLM hin konstruiert worden. Einerseits kann die Entfernungseinstellungen blitzschnell in winzigen Schritten geändert werden, andererseits gibt es dabei kein Spiel mehr, welches sich bei einem stangengetriebenen Objektiv nicht vermeiden lässt. Beides ist wichtig für den Kontrast-AF auf den bei Konstruktion des Minolta-Objektives kein Wert gelegt werden musste, da die DSLRs nur mit Phasendetektion in ihren AF-Modulen gearbeitet haben.
Das führt dazu, dass die Entfernungseinstellung mit den nativen E-Mount-Objektiven präziser vorgenommen werden kann. Das mag für Landschaftsfotografie (geschlossene Blende, große Entfernung) keine Bedeutung haben, für z. B. Portrait (geöffnete Blende, eher kurz Entfernung) schon.
Neben einer optischen "Schwäche" (weiche Abbildung) hat das Minolta auch noch damit zu kämpfen, dass der AF nicht immer punktgenau eingestellt werden kann = es wikrt noch weicher in der Abbildung.
Du nutzt a schon die A7RIV mit A-Mount-Objektiven = einen Adapter hast du schon. Finanziell ist es demnach viel günstiger (kostet nichts), wenn du bei Adapter + A7RIV bleibst.
An deiner Stelle würde ich mir, wenn das finanziell machbar ist, zur 61 MP-Kamera A7RIV ein hochwertiges natives Objektiv kaufen – vermutlich wegen Preis und ähnlich guter Bildqualität das Sigma.
Probiere doch mal aus, ob dir ein Wechsel zu E-Mount-Objektiven zusagt = Stammtisch besuchen (und eigene Kamera + Adapter + Minolta mitbringen, damit du Vergleichsbilder machen kannst) oder in einem Fotoladen vorstellig werden (wenn man dessen Dienste/Beratung in Anspruch nimmt, sollte man auch ein wenig Geld da lassen) oder Objektiv ausleihen (kostet Geld aber dafür kann man es auch ausgiebig testen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen).
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Das Leben ist hart, ungerecht.......und endet mit dem Tode.
Ich persönlich bevorzuge das Leben (trotzdem).
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