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Alt 12.08.2024, 11:59   #15619
DerGoettinger
 
 
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Zitat von kk7 Beitrag anzeigen
Weder Keltisch noch Neu und Köln liegt deutlich Nord-westlich vom gesuchten Ort. Wir befinden uns aber noch in Deutschland.
O.k, wenn ich germanisch (ganz verwegen) mal als keltische Untergruppe definiere, bleibt eigentlich nur römisch, denn neu ist es auch nicht und wir sind immer noch in Deutschland. Eine andere Gruppe, die eine derartige Steinmaske herstellen würde, käme mir nicht in den Sinn.

Wenn wir uns zugleich süd-östlich von Köln wegbewegen müssen (Köln muss ja nord-westlich liegen), dann kann es - sehr grob gesagt - eigentlich nur rheinaufwärts sein. Wir sind auch nicht mehr in der Nähe von Köln ("Köln liegt deutlich Nord-westlich vom gesuchten Ort")

Hm, bleibt nur die Frage, ob es sich um ein einzelnes Schaustück handelt, das in irgendeinem linksrheinischen Ort irgendwo außen (vielleicht am Rathaus) der Öffentlichkeit präsentiert wird oder ist es ein Exponat in einem museumsartigen Komplex? Ich tippe auf zweiteres.

Also: ein Römermuseum deutlich süd-westlich von Köln (also grob rheinaufwärts). Da gibt es allerdings viele. Sehr viele. Ich hab mal versucht, über Google Maps mir ein Bild von den Museen zu machen, aber das ist eine hoffnungslose Arbeit und führt mich nicht wirklich weiter. Ich könnte es nur soweit einschränken, dass ich sage, wir müssen in Rhein-Nähe bleiben. Trier und alles um Saarbrücken herum, wo es auch einige Museen zu geben scheint, ist schon wieder so weit westlich, dass Köln faktisch im Norden, aber nicht "westlich davon" liegt.

Was noch? Der Hinweis, dass wir uns noch in Deutschland befinden, lässt vermuten, dass die Grenze nicht sehr nahe ist. Aber das hilft nicht wirklich weiter. Theoretisch könnte man dann auch alles südlich der Donau mit dazunehmen, denn von dort aus betrachtet ist Köln auch "deutlich nord-westlich". Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das gemeint ist.

Eine andere Überlegung: Wo würde man zu Römerzeiten eine solche Steinmaske finden? Sicher weniger in einem römischen Feldlager. Wer eine solche Maske herstellt oder eine solche Maske an einen Ort hinbringt, will auch, dass diese Maske dort bleibt. Irgendein Zeichen am Weg wird es auch nicht sein. Also geht es um eine befestigte Siedlung. Und die Maske ist ein lokaler Fund. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Museum eine derartige Steinmaske ohne direkten lokalen Bezug ausstellt. Es ist also keine "ist zwar römisch, ist aber in Spanien gefunden"-Maske.

Die Maske ist in der Machart auch recht grob. Würde man sowas in Moguntiacum (= Mainz) finden? Ich glaube eher weniger. Ich tippe also auf ein Museum, das unter anderem ein kleines, lokales römisches Oppidum zum Thema hat.

Aber damit bin ich mit meinem Latein am Ende
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"Die ersten 10.000 Bilder sind die schlechtesten" - wahlweise Henri-Cartier Bresson, Jackson Pollock oder Helmut Newton zugeschrieben
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