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Zitat von usch
Das wäre ja eh zu erwarten gewesen. Von der α7 II zur α7 III und von der α7 III zur α7 IV hat es jeweils rund dreieinhalb Jahre gedauert, d.h. eine α7 V wäre dann irgendwann im März oder April 2025 fällig.
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Richtig, und mein Eindruck ist, dass Sony aktuell ziemlich stabil ist, was seine Zyklen angeht.
Zitat:
Zitat von usch
Möglicherweise sogar noch später, weil auch der technologische Fortschritt nicht mehr so steil verläuft. Ein Nachfolgemodell, das keiner kauft, weil die Verbesserungen zum Vorgänger zu gering sind, ist rausgeschmissener Entwicklungsaufwand. Da kann man lieber noch ein paar Exemplare des alten Modells verkaufen.
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Hier machst Du meines Erachtens einen gedanklichen Fehler. Das "alte Modell" a7IV wird noch für Jahre als Neuprodukt im Programm bleiben und viele werden auch weiterhin die a7IV kaufen.
Zitat:
Zitat von ayreon
Es gäbe schon diverse Punkte zur Verbesserung bei der A7 (KI AF, Geschwindigkeit, Sucher, Videofeatures, Puffer) aber Sony sieht ja wie sich die A7IV so verkauft und wird das dann steuern wann der Nachfolger sinnvoll für sie ist
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Ja, die a7V ist die "Nachfolge-Kamera" der a7IV, weil sie der a7IV im Sinne des Wortes "nachfolgt". Aber genau da liegt der Fehler, weil dieses "Nachfolger-Bild" jetzt auf die Kamera-Besitzer übertragen wird: wer eine a7IV besitzt, wird sich als nächstes eine a7V kaufen; wer eine a6600 hat, löst diese durch eine a6700 ab, usw.
Ich glaube, dass dieser Eindruck falsch ist. Die a7V ist (sprachlich) die "Nachfolge-Kamera" der a7IV, aber die a7V ist
keine "Ablösekamera" für die a7IV. Das sind zwei ganz grundsätzlich andere Dinge.
Ich würde die a7V nicht mit der a7IV vergleichen. Wer jetzt eine a7IV besitzt und aktiv verwendet (egal ob als Erst- oder Zweitkamera), der wird damit immer noch weitgehend zufrieden sein. Wird die a7V besser sein? Ja, definitiv. Aber wird sie so viel besser sein, dass man als a7IV-Besitzer "un-be-dingt" jetzt sofort eine a7V haben muss? Nein, denn wer eine a7IV besitzt und verwendet, wird (und das weiß er selbst) mit einer a7V definitiv keine fotografischen Entwicklungssprünge erleben, denn "das bisschen KI", "das bisschen besserer Sucher" oder "das bisschen schnellere Auslesezeit" bringt keine essentiellen Erleichterungen beim Fotografieren. Warum sollte man eine a7IV durch eine a7V ersetzen? Da müsste man schon sehr unzufrieden sein mit der a7IV. Und wenn jemand wirklich sehr unzufrieden mit der a7IV ist, schielt er dann nicht eher auf eine a9III oder eine a7RV? Wird der wirklich mit einer a7V zufrieden sein?
Und es gibt noch ein Argument, warum die a7V
keine "Ablösekamera" für die a7IV ist:
Wäre die a7V die "Ablösung" für die a7IV, dann würde Sony die a7IV aus dem Sortiment genommen werden. Aber das wird nicht passieren. Dass Sony die Produktion der a7II Ende 2021 eingestellt hat, hatte vordergründig sicher auch etwas mit dem Chipmangel zu tun, aber wenn es Sony wirklich wichtig gewesen wäre, neben einer a7IV und einer a7III auch eine a7II als Neuprodukt anbieten zu können, dann hätten sie die Produktion auch wieder aufgenommen. Das ist aber nicht geschehen. Und ähnliches wird jetzt wieder passieren. Sony wird die Produktion der a7III sukzessive zurückfahren und dann sang- und klanglos auslaufen lassen, wenn das "Gros der Renter" auch noch abgefrühstückt ist. Die a7IV bleibt aber noch mindestens vier weitere Jahre in der Produkion.
Wenn wir von "Ablösung" reden, müssen wir also an die a7III denken. Die kam im April 2018 heraus, die Technik wird also beim Erscheinen der a7V rund 7 Jahre alt sein. Und ganz ehrlich: Egal, welche Technik die a7V im Detail haben wird: von der a7III zur a7V wird es ein "gewaltiger" Sprung sein, und es wird viele Enthusiaten dazu bewegen, ihre a7III endlich abzulösen, denn im Vergleich zu einer a7III verspricht eine a7V neue Technik, die das Fotografieren
definitiv erleichtert.
Natürlich liegt usch
grundsätzlich nicht verkehrt, wenn er sagt, dass Sony
"noch ein paar Exemplare des alten Modells verkaufen [kann]". Aber das "alte Modell" ist eben nicht die a7IV, sondern die a7III.
Mal unter uns katholischen Pastorentöchtern:
wem würde man heute noch ernsthaft eine a7III als Neukauf empfehlen? Vielleicht dem Rentner, der sich "mal eine habwegs gute, aber vor allem günstige Kamera mit Kitobjektiv und einer einfachen Festbrennweite" zulegen will, um "mal ein bisschen zu knipsen" vielleicht. Aber dann hört es doch schon fast auf. Leute wie mein Vater, der sich Mitte der 1980er eine Minolta 7000 mit dem Kit-Objektiv und einem 50mm/f1.7 gekauft hat (jawohl, nicht das f1.4, weil das f1.7 vollkommen ausreichend war, dafür aber günstiger), sich dann Anfang der '90er noch - verwegen, verwegen - das kompakte 70-210/f3.5-4.5 dazugeholt hat, und mit dem Set bis zum Ende seiner "Hobbyfotokarriere" höchst zufrieden war. Für solche Leute ist das Set aus a7III + Kit + 50/f1.8 perfekt. Straßenpreismäßig liegen wir da mit etwas Glück bei groben 1.800,- €. Sell in May an go away. Wenn man verwegen genug ist, kann man ihnen vielleicht noch das Tamron 70-300mm/f4.5-6.3 aufschwatzen, aber dann ist auch gut. Aber spätestens, wenn sich für die a7IV ein dauerhafter Straßenpreis von stabil unter 2.000,- € etabliert hat (und das wird passieren, wenn die a7V einige Zeit da ist), bricht auch dieser Markt für die a7III weg.
Conclusio:
Wirklich lange wird Sony die a7III nicht mehr ernsthaft als "neu" verkaufen können. Und
genau deswegen werden wir definitiv im ersten Halbjahr 2025 eine a7V sehen, damit Sony die a7III langsam vom Neumarkt nehmen kann. Meine Wette.