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Alt 11.02.2024, 13:06   #4439
ha_ru
 
 
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Zitat von GerdS Beitrag anzeigen
Ich bin übrigens Elektroingenieur und habe u.A. für einen der größten Stromverbraucher in Deutschland (~1,5% des gesamtdeutschen Stromes) eine Regelung für den Strommarkt programmiert (AbLaV, SRL, PRL und Intraday-Handel).
Damit kann mein Kunde, weil so viel Flatterstrom unterwegs ist, auch gut Geld "vom Staat verdienen", obwohl das sicherlich nicht sein Kerngeschäft ist.

Also es wird an allen Stellen daran gearbeitet, dass man von den fossilen Brennstoffen wegkommt.
Aber leider gibt es noch Lücken und es geht nicht so schnell, wie sich das viele wünschen.
Das ganze Thema ist viel zu komplex, um es in Foren so darzulegen, dass die Mehrzahl die richtgen Schlüsse ziehen kann. Ich selbst traue mir das jedenfalls nicht zu und deshalb nerven mich Beiträge, die das suggerieren und die aktuelle Energiepolitik der Regierung als lächerlich darstellen.

So haben z.B. Großstromverbraucher durch die aktuellen Regelungen zu den Netzentgelten wirtschaftlich keinen Anreiz ihre Produktion anbhängig von der Netzlast zu regeln. Im Gegenteil, je höher ihre Spitzenlast über bestimmte Zeitdauern ist, umso geringer werden die von ihnen zu zahlenden Netzentgelte. Für eine Papierfabrik konnte nachgerechnet werden ( https://www.kopernikus-projekte.de/projekte/synergie ), dass bei netzlastabhängiger Regelung rund 5.000t/a Co² eingespart werden könnte, das aber dann deren Stromkosten durch höhere Netzentgelte um mehrere Millionen Euro ansteigen würden. Da ist die derzeitige Vergütungsregelung kontraproduktiv.

Die ganze Dikussionen drehen sich oft in erster Linie nur um die Erzeugung und nehmen den schwankenden Bedarf und die auftretenden Spitzenlasten als vorgegeben an. Durch "Vergütung" von Ausgleichsmaßnahmen zur Lastglättung könnte man die Spitzenlast im Netz, die Kapazität der Reservekraftwerke und damit den Kohlestrom im Netz ebenso ein gutes Stück absenken.

AKW können die Co² Bilanz der Stomerzeugung druch Ersatz von kohle- und Gaskraftwerken verbessern, nur wären es auch nicht die Gamechanger (da nur in einem gewissen Bereich sinnvoll)und wären wir bereit die Kosten zu tragen? Ud wo wollten wir die bauen? In Inland im Süden Deuscthland an Flüssen werden wir Kühlprobleme haben und an der Küste im Norden verschärft es das Problem der fehlenden Stromtrassen.

Alles nicht so einfach und deshalb bitte keine vorschnellen Schlüsse ziehen.

Hans
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