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Alt 28.01.2024, 15:09   #11
usch
 
 
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Zitat:
Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern Beitrag anzeigen
Das ist dasselbe wie mit den Formeln für Schärfentiefe und Verwacklungsgrenze – die einen gehen von einer "normalen" Ausgabegröße in "normalem" Betrachtungsabstand aus, und die anderen von maximaler Ausnutzung der Sensorauflösung für großformatige Prints oder 100%-Ansicht am Monitor. Entsprechend kommen dabei unterschiedlich strenge Obergrenzen heraus.

Ich finde es ein bisschen übertrieben, auf der einen Seite zwar die mögliche Beugungsunschärfe einzubeziehen (→ Blendenzahl), aber auf der anderen Seite überhaupt nicht zu berücksichtigen, dass sich die Sterne ja nicht alle gleich schnell bewegen (an den Himmelspolen kannst du dir eine längere Belichtungszeit erlauben als am Himmelsäquator). Am Ende ist das also auch nur ein verallgemeinerter Schätzwert.

Zitat:
Ist diese Formel für Einsteiger eine gute Hilfe?
Für den Einsteiger wäre es eine gute Hilfe gewesen, die Zusammenhänge zu erklären und nicht einfach nur eine Zahl auszuwerfen.

Für den Einstieg ist jede Formel eine gute Hilfe, um überhaupt mal einen Anhaltswert zu bekommen, von dem aus man dann seine eigenen Versuche starten kann. Aber wenn du es genau wissen willst, dann mach halt mal drei oder vier Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Das ist doch kein Hexenwerk.

Zitat:
Iso Eingabe nicht erforderlich?
Meine Eltern hätten jetzt gesagt "denk doch mal nach!" . Wie soll sich denn der ISO-Wert auf die Länge der Sternspuren auswirken?

Wenn du die Blende selber vorgibst und die Zeit vom Rechner vorgegeben bekommst, ergibt sich ja zwangsläufig ein bestimmter ISO-Wert für eine korrekte Belichtung.

Zitat:
Gibt es ähnliche Rechner?
Wozu? Dein Sensor ändert sich nicht, dein Objektiv ändert sich nicht, die Sterne ändern sich nicht. Wenn du einmal eine akzeptable Belichtungszeit gefunden hast, kannst du sie auf einen Zettel schreiben und fertig. Da gibt es nichts mehr zu rechnen.

Aber wenn du unbedingt rechnen willst – die beiden Formeln sind ja vollständig äquivalent, solange die Sensorgröße und die Blendenzahl gleich bleibt. Für deine α6100 (APS-C-Sensor mit 24 MP) und das Sony 11mm/1,8 ergäbe sich bei Offenblende nach der NPF-Formel eine maximale Belichtungszeit von 17 Sekunden und nach der 300er-Regel eine maximale Belichtungszeit von 18 Sekunden.

Oder allgemeiner für die α6100:

f/1,4 bis f/3,2 → 300er-Regel
f/3,5 - f/5 → 400er-Regel
ab f/6,3 → 500er-Regel

Das sollte man sogar im Kopf rechnen können, ohne App oder Javascript.
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