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Zitat von frame
COP 1.4 ist desaströs, erst an einem COP gegen 3 wird die Umwelt(Kostenbilanz einer WP vergleichbar mit einer Gasheizung. Natürlich hängt das direkt mit dem Strommix zusammen und wird im Lauf der Jahrzehnte besser werden, aber das ist noch ein langer Weg- Photovoltaik reicht im Winter ja bei weitem nicht um überhaupt den normalen Verbrauch zu decken, geschweige denn dass was übrigt bleibt zum Heizen.
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Ja, ein COP von 1,4 ist nicht gut, aber wird nur an ganz wenigen Tagen eintreten. Um genau zu sein bei uns im letzten Winter 2022/2023 an genau 0 Tagen. Die Durchschnittsaußentemperatur der Heizperiode liegt aber bei +5° oder sogar darüber. Wir haben vielleicht im Jahr 10-15 Tage unter -10°.
Aussagekräftiger ist daher die Jahresarbeitszahl (JAZ), also der COP über die ganze Heizungsperiode "gemittelt" und die ist bei mir laut Anlage 4,6.
Und dass eine WP erst mit dem
JAZ (nicht COP) von 3 in der Umweltbilanz besser als eine Gasheizung stimmt in den meisten Fällen auch nicht. Dadurch dass eine Gasheizung taktet, hat sie nicht immer ihren idealen Wirkungsgrad und perfekt eingestellt ist sie auch nicht immer und landet im Mittel auch als Gasbrennwerttherme ein Stück unter 100%, eher so bei 90% übers ganze Jahr gerechnet. Das unterschlagen so Experten wie z.B. Herr Ganteföhr in ihren Vergleichsrechnungen meistens. Ohne Brennwertechnologie sieht das noch schlechter aus. Da verschwindet ein Teil der Energie durch den Kamin und den Kellerboden verschwunden.
Was richtig ist, dass es insbesodnere bei Mehrfamilienhäusern Sinn machen kann ein Hybridheizung einzubauen, also wenn es kalt wird (unter 5° ....) und der COP der WP unter 2,5 fällt mit Gas zu heizen. Dann kann die WP kleiner dimensioniert werden und läuft in der übrigen Zeit in ihrem optimale Betriebsfenster.