Zitat:
Zitat von kiwi05
Wenn ich essen gehe, zählt, ob es mir schmeckt, nicht, ob ich es genauso oder besser kochen könnte.
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Zja, uraltes Thema, immer wiederkehrende Diskussion.
Ich hab mich früher auch (etwas) mehr eingebracht, jedoch musste ich immer mehr feststellen, dass
- das fotografische Niveau teilweise sehr hoch geworden ist, mein eigenes jedoch nicht Schritt gehalten hat,
- ich oft zu wenig Ahnung habe, um fundierte Bildbeurteilungen zu schreiben,
- ich im ganzen schreibfauler geworden bin und
- ich mich emotional vom Forum distanziert habe aus verschiedenen Gründen.
Deinen Satz oben will ich aber mal aufgreifen, weil er in abgewandelter Form oft geäußert wird.
Natürlich kann ich dem Koch nach dem Essen sagen, ob mir das Essen geschmeckt hat oder nicht. Einen Geschmack hat jeder.
Und deshalb kann auch jeder ein Foto "schön" finden oder "nicht schön".
Oft kann man auch gar nicht mehr sagen (und das verkneife ich mir dann oft, weil es nicht viel aussagt und man ja noch den "Kurt" im Ohr hat von früher).
Wenn ich aber dem Koch oder dem Fotografen (oder einem Schreiner, Maler, wasweißich) wirkliches Lob oder hilfreiche Kritik äußern will, dann hilft es schon, wenn ich fachlich ein wenig mehr davon verstehe als der Durchschnittskonsument.
Ich habe z.B. schon öfter Portraitfotos betrachtet, die mir gut gefallen haben.
Dann kamen (meist in anderen Foren) sachkundige Hinweise von anderen Portraitfotografen mit hilfreichen Tipps, die mir mangels Wissen nie in den Sinn gekommen wären.
Da passt dann oft der Satz, den ich vor einigen Jahren mal gelesen habe: "Die meisten Menschen betrachten Motive, nicht Fotos."
Deshalb ist das doch nicht ganz so einfach mit der (konstruktiven) Kritik.

Und dann sind wir noch gar nicht bei der Art und Weise, wie diese einerseits geäußert und andererseits aufgefasst wird.