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Alt 21.08.2022, 01:45   #2352
Porty
 
 
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Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.296
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
- der Stopp der Erderwärmung durch den Klimawandel gelingt nur unter Beibehaltung der Stromerzeugung aus AKWs
Habe ich das je behauptet? Nur ersetzen wir halt die fehlende Leistung aus AKW´s durch die Kohlekraftwerke. Und deren Klimabillanz wird nicht besser, wenn vorher die Kohle aus Australien um den halben Erdball rangeschippert wird. Zur Einordnung: Die größten Massegutfrachter weltweit transportieren etwa 380 000 t Eisenerz oder durch die geringere Dichte etwa 250 000 bis 300 000 t Kohle, brauchen für die rund 20000 km von Australien nach Europa etwa 30 Tage und verbrennen auf der Fahrt etwa 3000 t Schweröl. Rückzu natürlich noch mal genau so viel.
Ein Kraftwerk der 1 GW Klasse benötigt je nach Ausbau und Fernwärmeauskopplung 1- 2 Mio t Kohle im Jahr Umweltauswirkungen laut Greepeace (Zitat Wikipedia für das Kraftwerk Mannheim):
"Kritiker bemängeln am Großkraftwerk Mannheim die hohen Emissionen an Stickstoffoxiden, Schwefeloxiden, Quecksilber und Feinstaub, an dem Krebs erzeugende Substanzen (Blei, Cadmium, Nickel, PAK, Dioxine und Furane) haften können.[16] Eine von Greenpeace bei der Universität Stuttgart in Auftrag gegebene Studie kommt 2013 zu dem Ergebnis, dass die 2010 vom Kraftwerk ohne Block 9 ausgestoßenen Feinstäube und die aus Schwefeldioxid-, Stickoxid- und NMVOC-Emissionen gebildeten sekundären Feinstäube statistisch zu 759 verlorenen Lebensjahren und 15.996 verlorenen Arbeitstagen pro Jahr führen (Rang 11 der deutschen Kohlekraftwerke); die erlaubte Maximalemission des neuen Block 9 wird mit 512 verlorenen Lebensjahren und 10.817 verlorenen Arbeitstagen abgeschätzt.[17][18]
Außerdem stehen angesichts des Klimawandels die CO2-Emissionen des Kraftwerkes in der Kritik von Umweltverbänden.[19][20] Auf der im Jahr 2007 vom WWF herausgegebenen Liste der klimaschädlichsten Kraftwerke in Deutschland rangierte das Großkraftwerk Mannheim mit 840 g CO2 pro Kilowattstunde auf Rang 28.[21] Im Jahr 2010 war es laut europäischem Schadstoffregister PRTR[22] mit circa 6,5 Mio. Tonnen CO2 das Steinkohlekraftwerk mit dem zweithöchsten Kohlendioxidausstoß in Deutschland "
Also wenn du das besser findest?

Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
- mit regenerativen Energien lässt sich die Stromversorgung aus AKWs nicht bzw nicht im erforderlichen Umfang substituieren
So lange nicht ausreichende Speichermöglichkeiten vorhanden sind: Nein. Nachts ist es dunkel.

Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
die Erzeugung und Speicherung von grünem Wasserstoff oder die Elektrolyse von anderen speicherfähigen Stoffen wird keinen geeigneten Beitrag bei der Energiewende spielen
Da du nicht sebst rechnen magst ein Zitat aus Wikipedia (Wasserstoffantrieb)
"Problematisch ist dabei neben der notwendigen Energiemenge auch die Bereitstellung des benötigten Wassers: „Um alle Flugzeuge, die auf dem Frankfurter Flughafen tanken, mit Wasserstoff aus der Elektrolyse von Wasser zu versorgen, wäre die Energie von 25 Großkraftwerken nötig. Gleichzeitig würde sich so der Wasserverbrauch von Frankfurt verdoppeln.“[6]

Und so was in der Wüste? Nicht zu vergessen, das Wasser für die Elektrolyse muss absolut sauber sein, Verunreinigungen würden die Katalysatorschichten auf den Elektroden kaputt machen und Reste von Salz würden zur Chlerentwicklung führen. Alles Sachen die man nicht braucht.


Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
- die Kühlung von AKWs wird durch die in den letzten Jahren immer häufiger zunehmenden (Hitzeperioden mit extremen) Perioden der Trockenheit nicht beeinträchtigt
- Für die Kühlung von großen Kraftwerken reichen Kühltürme völlig aus
Ja, der Wasserverbrauch durch Verdunstung im Kühlturm beträgt etwa 250 l/ sek Die Wasserführung des Neckar in Oberndorf am Oberlauf das Neckar betrug gestern vor dem großen Regen 10 000 l/sek, in Lauffen 25 000 l/sek.
Und zur Erinnerung, auch Kohlekraftwerke benötigen wie alle Wärmekraftwerke Kühlung, Nur sorgen die dafür, dass das Problem immer schneller immer schlimmer wird.
-
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
für die AKWs gilt, dass Risiken für die Kühlung von Brennelementen im externen oder internen Störfall durch geeignete Maßnahmen so abgesichert sind, dass es nie zu Kernschmelze kommen wird, dies ist jedenfalls für die deutschen AKWs auszuschließen
Was ist dir lieber? Ostseestrand bei Berlin?
Dann schaut von Schwerin nur noch der Kirchturm raus.

Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
- die Energieeinsparungsmöglichkeiten in industriellen Produktionen sind bereits so erschöpft, dass es für weitere Einsparpotentiale keine Möglichkeiten mehr gibt
Dass ist deine Behauptung. Ich hab geschrieben, dass in der Industrie Energieeinsparung ein weit größeres Thema wie in vielen Haushalten ist und dort richtig viel Geld in die Hand genommen wird. Mein letztes Projekt vor der Rente war der Umbau einer Beschichtungsanlage zwecks Energieeinsparung. Einsparung rund 3000 t CO2 im Jahr, Kosten rund 2,5 Mio €, 6 Arbeitsplätze.

Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
- für eine sichere Energieversorgung nennenswerte Einsparpotentiale gibt es nur noch in der Mobilität und in der Gebäudesanierung
Auch hier hast du die Sache gründlich falsch verstanden. Mobilität, wie wir sie heute betreiben, hat nur wenig mit der sicheren Energieversorgung zu tun. Von elektrisch betriebenen Bahnen und dem Umstand, dass bei einem Stromausfall auch keine Tankstelle mehr funktionieren wird, mal abgesehen.
Aber wir verbrennen im Straßenverkehr runde 45 Mio t Kraftstoff im Jahr, was rund ein Drittel der CO2 Emmissionen verursacht. Und was für Autos führen die Zulassungsstatistiken an? Jedenfalls nicht die sparsamen kleinen Fahrzeuge. Dafür werden 2,5 Tonnen schwere Plug in Hybride massiv steurlich gefördert.......


Und noch mal für dich: Ich habe mit dem, was du Kernkraftlobby nennst, michts am Hut, habe nie für einen Energieversorger oder gar in einem Kernkraftwerk gearbeitet. Allerdings war ich 25 Jahre nebenher Strahlenschtzbeauftragter (der ist auch dem Geschäftsführer in Sachen Strahlenschutz weisungsberechtigt und hat rechtlich einen ähnlichen Status wie ein Betriebsratsvorsitzender).
Dementsprechend kann ich mit den mitunter etwas schwer verständlichen Messwerten etwas anfangen und bekomme nicht gleich einen Herzkaspar, wenn der Strahlendedektor auf dem Schreibtisch etwas knistert. Und nein, das ist nicht wie bei einem Führerschein (ein mal gemacht und gilt bis zum Ende) Die Qualifikation muss mindestens alle 5 Jahre verlängert werden. Ist ein 2- Tageskurs mit anschließender schriftlicher Prüfung, bei der man auch durchfallen kann.

Übrigens hab ich eine Armbanduhr mit Tritium Leuchtzeigern. Aktivität 1GBq. Kann man ganz legal kaufen. Ach so 1 GBq sind 1 Milliarde Zerfallsprozesse je sek.....
https://h3uhr.com/
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....

Geändert von Porty (21.08.2022 um 02:30 Uhr)
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