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Ich habe früher auch eher unterbelichtet. Grundgedanke: Man kann bei gleicher ISO eine kürzere Verschlußzeit wählen. Bei eher lichtschwachen Objektiven und beweglichen Tieren ein relevantes Argument.
Trotzdem bin ich inzwischen ein Fan von ETTR (aber auch dank besserer high ISO Fähigkeiten heutiger Kameras).
Warum?
Je heller die Tonwertbereiche der RAW Aufnahme sind, umso feinere Abstufungen sind verfügbar.
Belichtet man unter, verliert man daher überproportional an Feindynamik und verzichtet auf darstellbare Teile des Dynamikumfanges.
Ich versuche, das Histogramm an die rechte Kante zu schieben und lasse mich über das (100%) Zebra vor einem "über das Ziel hinausschießen" warnen. Wobei ich ein Zebra im Himmel oder an anderen sehr hellen Flächen meist ignoriere, es sei denn, die Darstellung dieser Bereiche ist mir für die Bildwirkung wichtig (ich finde auch, das Zebra warnt zu früh. Auch bei 100% Einstellung ist im Zebrabereich meist noch nicht alles asugefressen) Meine Voreinstellung bei Auto ISO ist +0,7 EV.
So habe ich maximale Zeichnung in den Schatten und reduziere das sichtbare Rauschen beim "Entwickeln nach links".
Ich habe mich durch Ausprobieren überzeugen lassen. Es lohnt sich, ein Motiv mal nach links und mal nach rechts aufzunehmen und dann auf gleiche Helligkeit zu entwickeln.
Ich fand die Ergebnisse recht beeindruckend (wobei die Unterschiede auch vom Kontrastumfang des Motivs abhängen) und nutze seitdem vor allem ETTR.
Viele Grüße
Ingo
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Viele Grüße
Ingo
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Kober? Ach der mit den Viechern!
Geändert von ingoKober (07.03.2022 um 16:36 Uhr)
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