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Alt 15.08.2021, 18:32   #216
minfox
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Zitat von rudluc Beitrag anzeigen
Ich bin mit solchen Aussagen immer vorsichtig, was wer auf seinem Instrument neue Dimensionen erreicht! Wir sind hier in einem Rockmusik-Thread, aber im Falle von Virtuosität und Kreativität lohnt es sich, mal über den Tellerrand zum Jazz zu schauen.
Es geht hier in der Tat um Rockmusik (und meinetwegen auch Pop-Rock, Rock-Jazz, Jazz-Rock, Prog-Rock ...) Es geht nicht um Virtuosität und Kreativität. Es gab / gibt nur wenige rockorientierte Bands mit Saxophonisten als ständigen Mitgliedern. Neben Colosseum fallen mir spontan Supertramp (John Helliwell) und Soft Machine (Elton Dean) ein. Natürlich auch Mel Collins bei King Crimson, Camel und The Alan Parsons Project.
In der Regel wurden Saxophonisten für Rock-Aufnahmen als Studio-Musiker und dann natürlich auch für die Tourneen als "Begleitmusiker" verpflichtet. Als Saxophonist konnte man im Rock nie in die Popularitäts- und Einflussdimensionen der Sänger, Gitarristen, Bassisten, Keyboarder und Schlagzeuger vorstoßen. Da hatte Dick Heckstall-Smith als prägendes Colosseum-Mitglied eine neue Dimension erreicht. Mehr war nicht möglich. Mir ist spontan kein Saxophonist bekannt, der ähnlich populär ist wie Eric Clapton, Jimmy Page, Freddie Mercury, Mick Jagger oder John Lennon.
Dieser Unterschied liegt nicht am Können, an der Virtuosität sowie Kreativität und an der Persönlichkeit, sondern am Instrument an und für sich. In diesem Sinne ist mein Satz zu verstehen: "Mehr war mit dem Saxophon damals und auch in den Folgejahren nicht möglich."

Geändert von minfox (15.08.2021 um 18:35 Uhr)
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