Ich hätte nicht gedacht, dass mir die
Adaption meiner A7III/A7RIV-Bodys (als Digitalrückteil) an meinen verstellbaren Balgen (
Horseman VCC PRO = Laufbodenkamera analog Technika bzw.
Arca Swiss 4x5" =analog einer Großformatkamera auf der Basis einer optischen Bank) so viel Aufwand abfordert. Gut, wenn man knausert und sich die gute aber teure Cambo Actus mit Spezialobjektiven usw. nicht anschaffen will und trotzdem mit einigermaßen kurzen Brennweiten arbeiten will, muss man sich etwas einfallen lassen!
Bei der
Horseman VCC PRO ist das etwas einfacher, da gibt es einen fertigen E-Mount-Anschluss. Leider kostet allein dieser E-Mount-Anschluss schon mehr als meine gesamte Horseman VCC PRO. Die habe ich ja nur wegen des auf 25% des Listenpreises gesenkten Schnäppchens gekauft. Nachteil, als "Auslaufmodell" gabs das nur mit Nikon-Anschluss. Inzwischen habe ich mir einen 5,5mm kurzen E-Mount auf F-Mount Adapter gebastelt. Damit funzt die 90 Grad-Drehung und das Verwenden von kurzbrennweitigen Objektiven mit der Horseman schon ganz ordentlich. Zumindest, sofern deren Auflagemaß und Bildkreis ebenfalls die Anforderungen für vernünftiges Tilt-Shiften erfüllen. Schade nur, dass bei weit nach hinten auskragenden Großformat-Weitwinkelobjektiven, die zusätzlich 5,5mm Adapterhöhe Tilt-Shift-Verstellungen im Unendlichbereich um 2-3mm blockieren. Da muss ich noch mal ran und mir einen noch kürzeren E-Mount-Anschluss basteln, notfalls auf die 90 Grad-Drehung verzichten.
Für die
Arca Swiss 4x5" zeigte sich auch die von mir zuletzt vorgestellte Lösung mit einer weniger auftragenden Eigenbaukonstruktion (aus versenkten Arca Swiss/Linhof Platinen) noch nicht optimal. Sie ermöglichte mir an der Arca Swiss 4x5" mit dem Schneider Angulon 5.6/47mm und WW-Balgen bei Motiven in Unendlich-Einstellung noch immer nicht die gewünschten Reserven für brauchbare Tilt/Shift-Verstellungen. Der Sensor der Digitalkamera musste einfach noch näher ran an/in den Balgen!
Was lag also näher, die Objektivbajonette der Digitalkameras "in den Balgen" zu verlagern. Wie ich das gemacht habe zeigen meine nachfolgenden Bilder:

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Bild in der Galerie

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Wie gesagt, den Aufwand treibe ich nur, um auch bei Motiventfernungen (bis Unendlich) die Tilt/Shift-Verstellungen einer optischen Bank nutzen zu können. Da diese "radikale" Annäherung des Sensors auch den Platz vor dem Blitzschuh reduziert, besteht bei meiner Bauart keine Möglichkeit mehr, einen Blitzfunker aufzustecken. Die A7RIII(und A9?) haben zumindest einen gesonderten Blitzanschluss, meine Kameras leider nicht.
Nun nach diesen ausführlicheren Beschreibungen möchte ich diesen Beitrag auch wieder mit einem Bild-Beispiel zum Vorzug des Verschwenkens der Objektivstandarte zur
Verlagerung der Schärfe nach Scheimpflug beenden:
Ohne Verstellung:

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mit Verstellung:

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Bild in der Galerie
und der Blick auf das Set:

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Bild in der Galerie
p.s.: Zwei Anmerkungen habe ich aber noch:
1) Der Balgen der Horseman VCC PRO ist eine wahre Staubschleuder, da muss man viele Bildern von Sensorflecken befreien!
2) Wenn jemand die Anpassung einer A7III/A7RIV an seine ggf. vorhandene Großformatkamera vornehmen möchte, kann ich ein bemaßte Zeichnung der Platinen-Ausparungen liefern.