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Alt 20.03.2021, 10:59   #7
Rudolfo
 
 
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Zitat:
Zitat von wehkah Beitrag anzeigen
meine Kamera bietet, wie viele andere Modelle auch, die Möglichkeit, neben den vorgegebenen Einstellungen auch individuelle Werte zum Weißabgleich und der Farbtemperatur zu speichern.

Mich würde interessieren, wer von Euch welche Einstellungen wann, wo und bei welchen Gegebenheiten benutzt.
Meine Erfahrungen mit der Sony A7 :
In den meisten Fällen fotografiere ich mit dem Weißabgleich "sonnig". Wenn es ganz schnell gehen soll, verlasse ich mich auch mal ein Motivprogramm wie "Landschaft".
Für benutzerdefinierte Einstellungen muss ich die nötige Zeit haben, weil ich dann rumprobieren muss:

Hierzu ein Beispiel mit definierten Lichtquellen:
Ich wollte alte Fotos, Dias, Negative und andere Dinge bestmöglichst und dokumentarisch korrekt fotografieren. Das eine Ziel war möglichst wenig Nacharbeit.
Das andere Ziel war: Die Farben auf einem Ausdruck sollten, wie auf dem kalibrierten Bildschirm aussehen. Hierzu bestückte ich zum Beispiel meine Schreibtischlampe mit verschiedenen Leuchtmitteln, die z.B. 4000 oder 6500 Kelvin Farbtemperatur aufwiesen.
Diese Leuchtmittel kamen auch zum Abfotografieren zum Einsatz. Beim Fotografieren stellte sich heraus, dass die Automatiken manchmal daneben lagen. Also habe ich die Farbtemperatur manuell eingestellt. Bei einem Leuchtmittel mit 4000K wurde die Kamera auch auf den gleichen Wert eingestellt. Das passte schon ganz gut. Ich habe dann mit mit den Einstellungswerten gespielt, um zu sehen ob es noch Verbesserungen gibt. Die Hersteller könnten ja aufgerundete Werte aufgedruckt haben. Bei einem Leuchtmittel musste ich auch niedrigere Werte einstellen, um ein akzeptables Ergebnis zu bekommen. Die gefundenen Einstellungen kann man für die erneute Verwendung in der Kamera abspeichern. Die Einstellungen des Druckertreibers habe ich bei vorgegebenen Papiersorte und Tintensorte solange variiert, bis ich den Ausdruck unter der 4000K-Lichtquelle neben den Bildschirm halten konnte, ohne dass man einen Unterschied sah. Hat auch geklappt.
Bei diesem Projekt habe ich viel über Farbmanagement usw. gelernt. Heute sehe ich das Ganze nicht mehr so pingelig.

Als weitere Beispiele möchte ich nur erwähnen:
Manuelle Weißabgleich-/Farbtemperatureinstellungen können bei Mischlicht aus mehreren Lichtquellen und bei Farbstichen helfen. Wenn Automatiken zum Beispiel eine Blaustich im Halbschatten erzeugen, kann solange die Farbtempratur gezielt hin zu röteren Farbtönen verschieben, bis ein Neutralgrau erreicht ist. Hierbei kann die Anwendung einer Graukarte/Referenzkarte mit definierten Farbfeldern hilfreich sein.

Wer bis hierher gelesen hat, hat sich eine Pause verdient.
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Grüße
Rudolf
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