Ich mache jetzt mal ein bissel Werbung für die eigentlich doch eher geschmähte A6600…
Nachfolgende 6 Bilder entstanden mit ihr, und zwar binnen einer halben Sekunde. Es ist eine komplette Sequenz, in der sämtliche Einzelaufnahmen scharf geworden sind.
Das Problem bei den Aufnahmen lag denn eher bei mir. Denn der Eisvogel saß in einiger Entfernung auf jenem Pfahl und tauchte immer mal wieder ins umgebende Wasser. Das geschah vielleicht zehn-, zwölfmal, wobei er immer wieder in eine andere Richtung hechtete, je nachdem, wo er gerade einen Fisch zu sehen schien. Anfangs versuchte ich, ihn dabei per Tracking-AF zu verfolgen (1/4000 s). Aber das überforderte sowohl mich als auch die Kamera. Alles ging immer derart schnell, dass er manchmal schon zurück auf dem Pfahl war, bevor ich überhaupt den Auslöser gedrückt hatte.
So versuchte ich es dann wie ein Torwart beim Elfmeterschießen. Ich fokussierte auf Verdacht eine Stelle im Wasser und hoffte, er taucht eben auch dort mal unter. Dazu habe ich die Brennweite am 100-400 GM ziemlich weit aufgemacht, obwohl ich eigentlich die 400 mm voll gebraucht hätte. Aber so erhöhte sich für mich eben die Chance, ihn im Flug/Wasser zu erwischen.
Und zweimal hat es dann auch geklappt. Das Eintauchen habe ich zwar nie draufbekommen, das ging leider immer zu schnell für mich, aber zumindest das Wiederauftauchen und den Rückflug zum Pfahl…
Dummerweise hatte er bei diesen beiden Situationen keinen Fisch im Schnabel (sondern nur bei anderen, die eben nicht scharf wurden). Dennoch bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis (selbst wenn schon alles ziemlich gecroppt ist).