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Alt 14.08.2020, 10:58   #18
Man
 
 
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Sofern geduldet (vorher fragen) nutze ich (A7III) gern einen Blitz mi Bouncer und Blitzbalancereduzierung -1 (damit der Blitz auf Bild möglichst nicht auffällt) mit Auto-ISO 100-12.800. Meist A, selten M.
Die A7III hat AF-Probleme bei AF-C und statischen Motiven, also in der Kirche eher AF-S verwenden.
Allerdings fotografiere ich in der Kirche Hochzeit/Kommunion/Firmung - die betroffenen heulen da eher selten drauf los, wenn der Blitz auslöst.
Es geht (auch mit Zoomobjektiven) natürlich auch ohne Blitz - die Bilder mit Blitz wirken aber meiner Meinung nach gefälliger (z. B. liegen Augen/Augenhöhlen dann nicht im Schatten). Ab und zu schalte ich den Blitz auch mal aus.
Lautlos auslösen (geht natürlich nur ohne Blitz) stört am wenigsten - da habe ich aber immer etwas Sorge wegen dem Kunstlicht und der ggf. daraus resultierenden Streifen im Bild.
In der Regel komme ich mit ISO 1600 bis 6400 (mit Blitz, Blende 4.0 oder 5,6, selten 8.0) klar - ohne Blitz liegt man dann bei 3200 bis 12.800. RAW + Entrauschen ist da also immer Pflicht - auch bei Verwendung eines Blitzes.
Das 24-70 ist hier sinnvoll. Ein 70-200 habe ich meist auf der zweiten Kamera drauf - als einziges oder hauptsächliches Objektiv halte ich es hier (Taufe) für zu eng im Bildwinkel.
Bei den Cropreserven der A7RIV reicht das 24-70 (vermutlich) aus.
Wenn du Sorge wegen schlechter ISO-Performance hast: offenblendig fotografieren.
Wenn mehrere Personen(gruppen) scharf abgebildet werden sollen eher weitwinkelig (damit noch ein wenig Tiefenschärfe nutzbar ist) fotografieren.
Augen-AF einschalten. SteadyShot nutzen (VS normal sollte reichen, bei einer Taufe bewegen sich die zu fotografierenden Personnen ja nicht wirklich schnell).

Und (neben der Absprache mit dem Pfarrer) das Wichtigste: vorher mit einer Begleitperson als Ersatzmotiv die Location besuchen und vor Ort Probeaufnahmen machen (mit Blitz, ohne Blitz, offenblendig, abgeblendet, unterschiedliche Brennweiten und Verschlusszeiten, verschiedene ISO-Stufen ausprobieren).
Zuhause kannst du dann in Ruhe auswählen, welche Aufnahmen mit welchem Bearbeitungsaufwand dir am besten gefallen - und so fotografierst du dann möglichst.
Es beruhigt einfach, wenn man das vorher schon mal getestet/ausprobiert hat.

Laß dich nicht nervös machen und habe Spaß dabei.
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Ich persönlich bevorzuge das Leben (trotzdem).
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