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Alt 26.02.2005, 01:41   #20
Dsign
 
 
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Was sind die Anforderungen?

Was sind denn Deine Anforderungen? Wenn das Bild einer Vorgabe entsprechen muss wie Farbstandards, ICC- oder ISO-Standards, CI-/CD-Vorgaben, dann verstehe ich die Frage. Nicht aber, wenn das Bild als solches autonom gewertet werden soll. Wie gesagt, da zählt der subjektive Eindruck. Spitzlichter sollen nicht ausfressen und die Tiefen sollten nicht absaufen, Hauttöne haben neutral zu sein und der Himmel ist blau, die Wiese grün. Ist aber das Bild Low- oder High-Key, dann sieht das schon wieder anders aus. Nichts is fix! Und der eine Fotograf hat diesen Stil und der andere einen ganz anderen Stil.

Nimm ein Bild und zeige es zehn Leuten, frage nach dem Eindruck der Farbe und Du wirst zehn Meinungen erhalten.

Kein Mensch betrachtet Fotos und Prospekte im täglichen Gebrauch unter Normlicht und die allerwenigsten surfen im Netz mit einem kalibrierten Display.

Wie Du sagst, bist Du mit dem Ergebnis der Spyder-Arbeit zufrieden und wenn Du nun den Drucker in die Kette mit ein beziehst und diesen ebenfalls kalibrieren kannst, dann lass gut sein. Wenn Deinem empfinden nach die Bilder OK sind, was willst Du mehr. Vertraue Deinem Gefühl, die Erfahrung kommt mit der Zeit und Dein Farbempfinden (auch die Empfindlichkeit) wird sich im Laufe der Zeit entwickeln. Ein Bild, welches Du heute gut findest, wirst Du in einem Jahr anders beurteilen.

Da stehst Du nicht dumm da, selbst Profis strecken bei diesem Thema nicht selten die Waffen und diese Last würde ich mir als Rookie nicht auferlegen. Zu kostspielig, zu aufwändig, zu zeitraubend.

Das einzige was in meinem Atelier Normlicht hat, ist ein Leuchtpult zum Betrachten von Dias und das Teil brauchte ich schon länger nicht mehr.

Hier noch ein Buchtipp, der sehr zu empfehlen ist: «Das Grundgesetz der Farbenlehre» von Harald Küppers. Erschienen im dumont-Verlag. Dieses Taschenbuch lehrt, Farbe zu verstehen und räumt auch gleich mit etlichen Missverständnissen auf. Das Buch behandelt die Farbe als Ganzes und erklärt anhand etlicher Beispiele und Versuche auch die Unterschiede von subtraktiver und additiver Farbmischung und geht eingehend auf den Einfluss von Umgebungslicht auf das Farbempfinden ein.

«Also nicht den Sand in den Kopf stecken» und ab in die Bücherei, das AHA-Erlebnis ist garantiert.

Am Anfang ist weniger mehr!
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