01.01.2020
„Ende der Vernunft ... eine Bootsfahrt, die ist lustig“
Obwohl ich bis weit nach Mitternacht versucht hatte, mein Rondavel abzukühlen, war ich keine vier Stunden später wieder wach. Es folgte der allmorgendliche Sprint unter die Dusche und danach ein gemächliches in den Tag kommen. Frühstück fiel für mich wieder aus, weil ich Mühe hatte die halbe Morgendosis eines Medikamentes im Magen zu behalten.
Mein Vormittag war ohne festes Programm. Nach dem ich am Vorabend zunächst irgendetwas von einem explodierenden Brot statt Boot verstanden hatte, war nach der Auflösung aber klar, der freie Vormittag wird sich bis weit in die Mittagszeit bzw. in den frühen Nachmittag ausdehnen. Also genug Zeit, um Bilder zu sichern und die Lodge zu fotografieren. So mein Plan, den ich jedoch vorab weder mit Win10 noch mit den zweibeinigen Krawallgästen unserer Lodge abgestimmt hatte.
Vorsichtshalber begann ich mit der Datensicherung und Win10 updatete und updatete und ... na ihr wisst schon ... und updatete. Nach einer knappen Stunde riss mir der Geduldsfaden und ich stellte das Notbook aus und dann wieder an. Das gleiche Spiel begann von vorn, aber ich kam ein Fenster weiter und dann ... es updatete, bitte warten Sie ... es updatete ... Zufällig kam Bernd vorbei und ich ersuchte um Rat. Seine Hilfestellung setzte ich frustriert, vor mich hinschimpfend, unvollständig um, aber es ging wieder ein Fenster weiter, aber dann es updatete und ... Da kam Sascha des Weges und mir fiel ein, er arbeitet in der IT Branche: Saaaaaaaaaascha ... nach meiner Problemschilderung fachsimpelten die beiden Männer erstmal und das Notebook updatete und updatete, bitte warten Sie ... und dann wurde der Bildschirm schwarz. Der Akku war leer. Sascha riet zu mehr Geduld. Notebook an’s Netz gehängt, neu gestartet und nach weiteren fast zwei Stunden: Hurrah, das Update war verarbeitet und die Kiste fuhr endlich hoch!
Es bewahrheitete sich mal wieder, dass die Buchstaben EDV für Ende der Vernunft stehen und nicht, wie Mancher so glaubt, für elektronische Datenverarbeitung.

Später erkundigten sich Bernd und Sascha bei mir, ob es denn noch geklappt habe. Fand ich sehr nett von beiden, auch hier nochmals vielen Dank für eure Tipps und vor allem die moralische Unterstützung.
Am Morgen wurden meine Versuche, das Notebook zu starten, noch von lautem Zwitschern begleitet. Als mein Notebook dann im Rondavel am Netz hing und ich mit der Kamera losziehen wollte, herrschte Totenstille auf den benachbarten Bäumen, um so lauter waren die Krawallgäste zu hören.

So blieb ich, wo ich war und mühte mich weiter vergebens, diesen kleinen Besucher (Gecko?) scharf auf den Sensor zu bannen (Versuch vom frühen Morgen).

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Immerhin konnte ich vor der Abfahrt zum Blyde River Canyon mit der Datensicherung beginnen.
Aber dann ging es los, mit einem neuen Fahrer. Er gab ordentlich Gas. Nach einer Dreiviertelstunde fuhren wir am Moholoholo Reab Center vorbei und ich verstehe (bis heute) nicht, warum der Bootsausflug nicht mit dem Ausflug in das MRC gekoppelt worden war. Was für eine Zeitvergeudung!
Hier möchte ich auf die interessanten und wunderschön bebilderten Berichte von Dana, Mainecoon und Tom verweisen und nur ergänzen.
Auch im August 2015 waren die Toiletten an einer anderen Stelle im Blyde River Canyon in einem ... nun ja ... scheint also ein generelles Problem dieses Parkes zu sein. Schade.
Tom, weisst du eigentlich, wie bescheuert es aussieht, wenn zwei Ausflügler interessiert weg schauen, während alle anderen fröhlich in die Kamera winken? Und unsere beiden in der First Class (Reihe) bedurften auch etwas Motivation ... aber dann, doch seht selbst:

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Pavian und Reiher wurden schon gezeigt, dafür habe ich Flusspferde im Angebot:

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und ein wenig Landschaft, denn es war dort traumhaft schön:
und natürlich ein Belegfoto, dass die andere Hälfte unserer Gruppe auch in See stach ... o.k. für ein Fahndungsfoto reicht die Auflösung zwar nicht, doch als Beweis, so hoffe ich zumindest, ganz o.k..

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Die Rückfahrt erinnerte eher an einen missglückten Harakiriversuch als an eine mit der örtlichen Straßenverkehrsordnung in Übereinstimmung stehende Heimfahrt! Nur gut, dass die Impalas am Wegesrand ganz ruhig blieben und nicht vor Schreck auf die Straße sprangen.
Allerdings war ich zu müde, zu hungrig, um auch nur ansatzweise Angst zu empfinden.
--- Fortsetzung folgt ---