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Alt 22.12.2019, 18:07   #5
Eikazon
 
 
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Zitat von Foto2016 Beitrag anzeigen
Was mich bei dieser Art von manuellen Objektiven mit Elektronik interessiert (betrifft wohl Voigländer und Zeiss Loxia), ist, wie die Blendensteuerung funktioniert.
Es gibt die manuelle Blendeneinstellung per Blendenring, das ist klar.
Nur: heißt dies, daß nun das Objektiv immer mit Arbeitsblende zu fokussieren ist oder gibt es eine (zusätzliche) elektronische Blendensteuerung, um per Offenblende manuell zu fokussieren und damit das weniger verrauschte Sucherbild (EVF) zu haben und besser die Fokusebene (als schmalen Streifen) zu erkennen; auch Fokuspeeking profitiert ja von einer lichtstarken Anfangsöffnung.
Die Loxia-Objektive haben keine (zusätzliche) elektronische Blendensteuerung. Das heißt aber nicht, dass man abgeblendet fokussieren muss; wenn das Objektiv (praktisch) kein focus shift hat, kann man mit Offenblende fokussieren und dann erst abblenden.

So mache ich das mit dem Loxia 21mm/2,8, damit funktioniert dieses Vorgehen für mich sehr gut – bei Offenblende erkenne ich wegen der geringeren Schärfentiefe viel besser, ob die Schärfe exakt sitzt, und das Sucherbild rauscht weniger.

Beim Loxia 35mm/2 ist das schon schwieriger, da es etwas focus shift hat und außerdem am Rand bei Offenblende noch nicht sonderlich scharf ist. Nach einigem Probieren habe ich für mich als praktikable Fausregel herausgefunden, es bei Blende 4 im Halbfeld zu fokussieren und dann auf f/8 bis f/11 abzublenden. Das Ergebnis ist meistens sehr gut.

Sollte ein Objektiv noch mehr focus shift haben, müsste man allerdings wohl doch bei Arbeitsblende fokussieren. – Ach ja, das focus peaking benutzte ich nie, die Ergebnisse waren mir zu ungenau; ich nehme immer die Fokuslupe.

Geändert von Eikazon (22.12.2019 um 18:09 Uhr)
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