Sie ähneln ein wenig unseren Turmfalken, leben aber vor allem auf dem Balkan und in Asien und gelten inzwischen als gefährdet – die hübschen Rötelfalken. Denn ihnen gehen die Lebensräume verloren. So nisten Rötelfalken gern unter Dachfirsten. Aber in dem Maße, wie auch auf dem Balkan der Wohlstand zunimmt, gibt es keine löchrigen Giebel mehr. Oder anders ausgedrückt, wo es noch eher ärmlich zugeht, finden die kleinen Greife ausreichend Unterschlupf, so wie in dem Dörfchen Marena, wo sie so häufig sind wie andernorts Tauben und Stare.
Es waren Dutzende, vielleicht über 100 Rötelfalken, die sich dort abends versammelten. Leider spielte das Licht nicht mehr so ganz mit, so dass ich mit hoher ISO arbeiten musste – dennoch ein einzigartiges Ereignis, so viele Falken auf einmal zu erleben. Selbst eine Paarung ließ sich ablichten…
Und wie Spatzen zum abendlichen Schwatz versammeln sich dann auch die Rötelfalken zum Tagesausklang noch in umstehenden Bäumen. Auf dem einen Bild sind es gleich 13 auf einmal…
Die Männchen haben einen blaugrauen Kopf und ein rötlicheres Gefieder, die Weibchen sehen in ihrem Einheitshellbraun schlichter aus.