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Alt 29.05.2019, 06:31   #4
design_fort
 
 
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Beiträge: 86
Hallo und willkommen im Forum,

Den Bildstabilisator der RX100 M6 kann man bei Fotos an und abschalten. Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten optischen Bildstabilisatoren 1-2 Sekunden (nach dem Halb-Drücken des Auslösers) benötigen um das Bild effektiv zu stabilisieren. Deine Canon hatte einen sehr guten Stabilisator, der der Sony vielleicht sogar etwas überlegen ist. Die M6 hat aber ein etwas lichtstärkeres Objektiv und die Möglichkeit mit höheren ISO zu fotografieren. Ich finde die RX100 Serie ist bis 1600 ISO sehr gut.

Die Linse der M6 hat eine Blendenzahl von 2.8-4.5 Das heisst also, dass die Lichtstärke vom Zoom abhängig ist. f2.8 bekommt man allerdings nur beim 24mm Weitwinkel Equivalent.

Um bei wenig Licht bessere Ergebnisse zu bekommen, schlage ich Folgendes vor:
1. Stelle sicher, dass der Bildstabilisator an ist.
2. Stelle die Kamera auf "A" für Aperture Priority (Blendenpriorität) und wähle den kleinsten Wert (je kleiner der Wert, desto mehr Licht fällt auf den Sensor)
3. Auto ISO auf minimalen Wert 125, maximalen Wert 1600 ODER den ISO Wert selbst manuell wählen
4. Mit der RX100 Serie kann ich bis ca. 1/2 Sek. aus der Hand fotografieren (mit Bildstabilisator) danach wird es Glückssache.
5. Immer RAW und jpg fotografieren! Die RAW Bilder der RX100 haben einen sehr guten Dynamik-Umfang. Wenn es wirklich sehr dunkel ist und man schnellere Verschlusszeiten bekommen will, kann man unterbelichten und dann in Lightroom oder anderen Programmen später ausgleichen.
6. Bei Nacht immer den Sucher benutzen, da man die Kamera ruhiger halten kann, wenn man sie näher am Körper hält.
7. Wenn man wo auflegen kann oder sich wo anlehnen, ist immer besser.

Hier mal ein paar Links zu Bildern die ich mit der originalen RX100 in Mexico City gemacht habe. Alle aus der Hand, nicht angelehnt. Die Linse der RX100 ist lichtstärker als die der M6, was man aber mit höheren ISOs ausgleichen könnte.

RX100, ISO800, 1/30sek, f1.8:
https://www.delmundoimages.com/Showc...vn/i-Tgg6Bdm/A

RX100, ISO320, 1/30sek, f1.8:
https://www.delmundoimages.com/Showc...vn/i-6c26fdw/A

RX100, ISO640, 1/30sek, f1.8:
https://www.delmundoimages.com/Showc...vn/i-XXkxNXt/A

Ich persöhnlich muss betonen, dass ich Lichtstärke dem Zoom vorziehe. Deshalb habe ich mich für die RX100 M5a entschieden. Das heisst aber nicht, dass man mit der M6 keine Bilder bei schlechtem Licht machen kann. Man muss nur etwas mehr Korn in den Bildern in Kauf nehmen.

Ich hoffe, dass hilft weiter.
Gruss
Herbert


Zitat:
Zitat von eye-BORG Beitrag anzeigen
Hallo in die erlauchte Runde,

ich bin komplett neu hier und möchte direkt loslegen, nachdem ich nun seit mehr als 15 Jahren treuer Canon-User war, nun aber meinen lang gehegten Traum realisiert und eine Sony RX100 VI erworben habe.

Hintergrund: Ich brauche eine kompakte Kamera, da ich viel auf Reisen bin und keine Spiegelreflex mit mir herumschleppen möchte (zumal ich oft in Gegenden fahre in Lateinamerika, in denen die Sicherheitslage nicht die beste ist).

Mit meiner bisherigen Canon Powershot SX710 HS habe ich stets tolle Bilder erzielt und auch die Videos in FullHD erfüllen meine Bedürfnisse.

Lange Zeit liebäugelte ich mit dem Kauf einer Sony RX100 VA oder eben der VI, vor allem wegen der 2 Hauptargumente: Der 1-Zoll-Sensor gegenüber der 1/2,3-Variante bei der Canon und die 4k-Videos.

Ich muss dazu sagen, dass ich den Preis doch exorbitant hoch fand, weswegen ich zuerst eine Canon SX740 HS bestellte, die ebenso 4k-Videos liefert, aber eben weiterhin nur mit einem kleinen Sensor. Zum ersten Mal war ich, als ich die Canon probierte, regelrecht geschockt. Die Videos waren grauenhaft, komplett verrauscht und detailarm. Kurzum: Ich schickte sie zurück und entschied mich für die Sony RX100 VI.

Nun habe ich das erlesene Teil, habe aber direkt ein paar Fragen, zumal ich ja über Jahre hinweg die Canon gewohnt war.

Bei meiner Powershot SX710 HS gelangen mir nachts (angelehnt, Selbstauslöser 2 Sekunden) bei ISO 400 gute und beeindruckende Bilder. Oft war die Verschlusszeit zwischen 0,3 und 0,5. Am Bildschirm konnte man beim Reinzoomen tolle Details der nächtlich fotografierten Gebäude erkennen.

Nun habe ich mit der Sony Bilder geschossen (P-Modus, ISO zwischen 400, was zu inakzeptabel hohen Zeiten von bis zu 1 Sek. führte und ISO 1250). Leider scheint der Bildstabilisator der Canon überlegen zu sein oder aber sie ist lichtempfindlicher, denn die Fotos bei Nacht, die aus der Hand geschossen werden, gelingen auf ihr einfach besser.

War es eventuell ein Fehler, nicht zur RX100 VA zu greifen, die ja lichtempfindlicher sein soll?

Die "Steadyshot"-Einstellung auf der Sony ist ja nur relevant für die 4k-Videos, ist das richtig? Oder kann man auch für Fotos den Bildstabilisator zu- und abschalten?

Warum ist es so verdammt schwer, der Canon mit dem wesentlich kleineren Sensor bei Nacht Paroli zu bieten?

Ich finde die Sony RX100 VI eine Hammer-Cam und die bei Tag geschossenen Fotos umwerfend. Aber nachts müsste sie doch mehr Dampf haben und scharfe Fotos ohne Stativ liefern.

Was könnt Ihr mir für eine Einstellung empfehlen?
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