Grüß Gott Claudia,
alle 3 genannten APS-C-Objektive machen an einer Vollformatkamera (z. B. A7III) keinen Spaß, da sie das Potential der Kamera bei weitem nicht ausnutzen.
Das taugt also bestenfalls als Notlösung - und dafür 2.000,00 EUR und mehr für die A7III investieren, finde ich unsinnig.
Die Sensoren werden immer besser, aber grundsätzlich kann man sagen, dass ein Sensor um so weniger rauscht, je größer dessen Pixel sind. Als Meßgröße verwendet man dafür gerne den Abstand zwischen 2 Pixeln auf dem Sensor, im Fachchinesisch Pixelpitch genannt.
Bei einer APS-C-Kamera mit 24 MP beträgt er (Abstand der einzelnen Pixel auf dem Sensor) rd. 4, bei einer Vollformatkamera rd. 6 Mikrometer.
Wenn es "nur" um Rauschen geht, wäre eine (gebrachte) A7S (oder A7SII) etwas für dich. Die rauscht selbst bei deutlich 4-stelligen ISO-Einstellungen kaum wahrnehmbar, hat allerdings mit "nur" 12 MP (deine A65 hat 24 MP) eine heute eher geringe Auflösung und einen betont langsamen (dafür aber auch sehr genauen) AF.
Auch hier (ist eine Vollformatkamera) macht die Weiterverwendung deiner APS-C-Objektive keinen Sinn.
Rauschen ist nicht alles. Die Auflösung (=wie fein kann der Sensor Details im Bild darstellen) ist neben der Bedienung der Kamera (wie schnell und genau ist der AF, wie gut lässt sich die Kamera einstellen, wie gut lässt sich das Ergebnis z. B. über den Monitor kontrollieren usw.) wichtig.
Je nachdem, was man fotografiert, hat man andere Schwerpunkte: zum Beispiel einem Landschaftsfotografen ist die Schnelligkeit des AF völlig egal - einem Sportfotograf ist das dagegen sehr wichtig.
Deshalb die Frage: was fotografierst du mit der Kamera (oder was möchtest du zukünftig fotografieren), dass dir das Rauschen der A65 solches Kopfzerbrechen macht?
Vielleicht würde es zuerst ja auch helfen, die Bilder möglichst automatisiert (wer setzt sich schon gerne hin und entrauscht jedes Bild einzeln) bezüglich rauschen dem eigenen Geschmack anzupassen. Sinnvoll wäre es dafür, in RAW oder RAW+JPG zu fotografieren, da sich RAW-Dateien besser für eine Bildverbesserung eignen.
Vielleicht hilft dir
dieser Beitrag im SUF dazu ja schon.
Beschrieben wird darin Vorgehen in Adobe Lightroom - das gibt es entweder aktuell als Mietversion (rd. 12 EUR pro Monat - für einen Gelegenheitsfotografen finde ich das zu teuer) oder gebraucht auf CD für um die 50 EUR einmalig (für Lightroom 4 - Nachfolgeversionen 5 oder 6 können mehr, kosten aber auch mehr).
vlG
Manfred