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Alt 06.02.2019, 16:36   #14
Fotorrhoe
 
 
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Zitat von Man Beitrag anzeigen

3) Schnee bildet mit dunklen Bildbereichen (z. B. den Schatten in den Höhlen/Öffnungen in Bild "hell 2" (zweites Bild) einen enorm großen Kontrast. Der Sensor kann aber nur einen Teil davon sauber verarbeiten, in der Regel können aktuelle Sensoren 10 bis 12 Blenden "verdauen". Die hellste Stelle im Bild kann also 10 bis 12 mal so hell wie die dunkelste Stelle sein und beide werden auf dem Bild noch gut wiedergegeben. Ist der Kontrast größer, muss sich die Kamera aussuchen, ob es eher die hellen Stellen korrekt abbildet (aus strahlend weißem Schnee würde dann gerne ein Schnee mit Grauschleier) oder dunkle Stellen (der Schnee ist nur noch eine gleißend helle Fläche, dafür kann man in den Schatten der Höhe noch Strukturen erkennen).
Kleine "Klugscheisserkorrektur": 10-12 Blenden sind ein Faktor ca. 1000-4000. da jede Blende einer Verdoppelung des Lichts entspricht. Das ist schon sehr viel und auch deutlich mehr, als ein Monitor oder gar ein Ausdruck darstellen kann. Daher besteht ein erheblicher Teil der RAW-Entwicklung oft auch in der Reduktion an hellen Stellen (etwa dem Himmel) oder dem Aufhellen dunkler Ecken aus einem B ild großer Dynamik in einen Bereich, der auch darstellbar ist. Die Sensoren brauche daher 10-12 Blenden, um genug "Luft" zu haben, damit zum Schluss anwendbare 6-8 Blenden im richtigen Helligkeitsbereich zur Verfügung stehen, die gedruckt werden können.
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