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Alt 27.01.2019, 14:36   #50
klebs
 
 
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Zitat von dey Beitrag anzeigen
Nein. An aps-c wird die Frontlinse nicht ausgenutzt (sweet spot), während bei kb ein zusätzliches optisches Element Einfluss auf die Bildqualität hat. Somit ist aps-c und kb bezüglich Bildqualität nicht gleich.
Der Pixelpitch ist bei gleicher Sensorauflösung physikalisch weiterhin unterschiedlich, aber praktisch gesehen gleich, da sich der gleiche Bildausschnitt auf die gleiche Anzahl an Pixeln verteilt.

Ob man jetzt mit tk, oder aps-c oder pc-crop die besten Ergebnisse erreicht, erklärt sich damit nicht.
Vollformat mit Tk, Cropsensor ohne und nachträglicher Beschnitt liefern ungefähr den gleichen Bildausschnitt. Alle nutzen den gleichen Teil des Bildkreises (sweet spot). Damit ist das Objektiv raus, es hat keinen Einfluss auf die Qualitätsunterschiede der Bilder. Die entstehen erst hinter dem Objektiv.

Da alle den gleichen Bildteil nutzen, ist der Lichtstrom (lumen, Lichtenergie pro Zeiteinheit) für alle gleich.

Niedriger Pixelpitch verbessert den maximal möglichen Rauschabstand des Sensors. Das Grundrauschen der Sensoren ist etwa gleich, aber größere Pixel können mehr Ladung speichern. Sie müssen die aber auch bekommen, d.h. brauchen zur Vollladung mehr Lichtenergie als kleinere. Vollladung entspricht dem Weißpunkt des Sensors bei der nativen ISO-Einstellung.

Das beschnittene Vollformat ist am einfachsten zu erklären, es verliert Mpx und damit Auflösung. Im Gegenzug profitiert es vom Rauschabstand der größeren Pixel. Beste Lösung für sehr schlechte Lichtverhältnisse.

TK verschlechtert die Auflösung, wie sehr hängt von der TK-Objektiv Kombi ab, ob man es sieht vom Sensor. Außerdem muss die Belichtungszeit verdoppelt werden, um wieder Vollladung der Pixel zu erreichen. Bei gut passendem TK und genug Licht rauschen bei dieser Kombi die Schatten so wenig wie beim nachträglichen Beschneiden, der Auflösungsverlust ist geringer bis vernachlässigbar. Muss ich aber wegen Verwacklungsgefahr die ISO hochsetzen um den Lichtverlust durch den TK auszugleichen, so ist der Rauschvorteil gegenüber den kleineren Croppixeln dahin, der Auflösungsverlust bleibt. Beste Lösung, wenn ich mit viel Licht und extremen Kontrasten konfrontiert werde und HDR nicht möglich ist.

Der Cropsensor hat den eingebauten Nachteil durch kleinere Pixel mit weniger Rauschabstand. Er bekommt dafür aber das unbeeinträchtigte Bild vom Objektiv und damit die maximal mögliche Auflösung. Er ist die optimale Lösung für normale Lichtverhältnisse.

Wenn ich jetzt die Häufigkeit der drei beschriebenen Situationen im normalen Fotoalltag betrachte, ziehe ich die Cropkamera vor. Die Vorteile der anderen Lösungen liegen eher im fotografischen Extrembereich.

Meine Empfehlung wäre, sich statt Telekonverter als Backup einen aktuellen Cropbody zu kaufen, in fast allen Situationen fährt man damit am besten. Aber das muss jeder an Hand seiner Ansprüche selbst entscheiden.

ps:
Gehört eigentlich nicht zum Thema, vereinfacht aber die Entscheidung zwischen Crop und Vollformat. Um das gleiche Bildergebniss mit einer Cropkamera zu erzielen, muss man Brennweite und Blendenwert durch den Cropfaktor und den ISO-Wert durch sein Quadrat teilen.
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mfG
Rainer

p.s.: Wer Rechtschreib- und andere Fehler findet, darf sie behalten.
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