Die optische Qualität kann man als Amateur ohne teure Messapparaturen nur an zu sehr einfachen Aufbauten und nur subjektiv beurteilen.
1) Für Nahlinsen würde ich Millimeterpapier verwenden und die Dimage 7xx/A1 so ausrichten, dass Chipebene und Millimeterpapier exakt parallel liegen. Sonst haben Sie einseitigen Randabfall. Außerdem nur im Tele-Makromodus! Im Ergebnis dürfen Sie sich nicht wundern, dass bei sehr starken Nahlinsen erhebliche Abbildungsfehler zum Vorschein kommen. Diese Fehler muss man zumeist den nicht korrigierten oder nicht korrigierbaren Restfehlern des Grundobjektivs anlasten als da sind: Sphärische und chromatische Aberration (Farbsäume), Bildfeldwölbung (Randunschärfe durch nicht ausreichend geebnetes Bildfeld), kissenförmige Verzeichnung (gerade Linien sind krumm), künstliche Vignettierung (Abschattung durch zu enge Linsenfassung), natürliche Vignettierung (allmählicher Lichtabfall zum Bildrand hin), Astigmatismus und Koma. Durch starkes Abblenden oder gar mit Digital-Zoom können Sie die Randfehler mindern oder fast ausschalten.
2) Polfilter lasssen sich zunächst einmal rein visuell beurteilen. Schauen Sie, ob Sie beim Durchblick einen Farbstich oder Blasen in den Deckgläsern entdecken. Wie gut ist die Transparenz?
Dann ist eine Lupe dran: Schauen Sie sich die Ränder unter der Lupe an, ob dort bereits eine Erblindung anfängt oder sonstige auffällige farbige Streifen auf eine baldige Erblindung hinweisen (Schwachpunkt bei billigen Polfilter ohne saubere Randversiegelung!). Schauen Sie sich unter Lupe unter schrägem Halten des Filters die Polfolie an, ob sie einigermaßen wellenfrei plan liegt. Bei Zirkular-Polfiltern haben Sie ZWEI Folien zwischen den Deckgläsern.
Und zuletzt prüfen Sie wieder nur visuell, ob die Polfolie etwas taugt. Dazu halten Sie das Filter vor sich hin, als wenn Sie die Kamera wären. Peilen Sie irgendeine spiegelnde Kunststofffläche oder spiegelndes Holzfurnier unter einem Winkel von etwa 30° an und drehen dabei das Filter. Wenn die Spiegelungen beim Drehen vollständig verschwinden, dann ist das Filter gut. Mittelmäßige Polfolien lassen die Spiegelungen nicht ganz verschwinden.
Wenn Sie keinerlei Effekt sehen bzw. die Spiegelungen sich nicht abschwächen lassen, dann ist das Filter eventuell ein Zirkular-Polfilter. Blicken Sie einmal durch die Gegenrichtung. Wenn dann der Effekt da ist, dann handelt es sich um ein Zirkular-Polfilter. Ihre Durchblickrichtung muss mit der Kamera-Blickrichtung übereinstimmen. Anderenfalls müssen Sie das Filter in der Fassung umdrehen.
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