Ich habe alle 3 Bilder aus der Hand fotografiert. Kann sein, dass es daran liegt.
Ganz sicher die häufigste Ursache für Unschärfe. Nicht nur, dass das Bild verwackelt ist, sondern auch, dass der ermittelte AF-Abstand nicht konstant gehalten werden kann, insbesondere im Nahbereich.
Anvisieren, AF machen lassen bis es "gün" wird im Kästchen und Schuß...
Das kann gut sein, aber auch schlecht. Wenn Du sofort abdrückst, nachdem es grün wird, kann es gelingen. Sobald Du einen kleinen Moment wartest, veränderst Du ungewollt den Abstand zum Motiv, während die Kamera ihn bei halbgerücktem Auslöser konstant hält, und schon ist die Unschärfe da.
Manchmal ist es günstiger, einfach durchzudrücken. Dazu muss im Kameramenü die Einstellung auf Schärfepriorität (nicht Auslösepriorität) eingeschaltet sein.
Dann zügig, aber nicht ruckartig auslösen, und durch Übungsversuche feststellen, welche Methode Dir am besten gelingt.
... ein paar 300mm Bilder mit Stativ.
Ich bin ziemlich sicher, dass die besser werden. Du wirst auch merken, wie entspannt man hantieren kann, und wie genau man den Fokuspunkt festlegen und konstant halten kann. Belichtungszeit spielt keine Rolle, so dass Du mit ISO100 arbeiten und verschiedene Blenden (Schärfentiefe!) wählen kannst.
Bedenke, dass das Auslösen auf dem Stativ erschütterungsfrei passieren sollte, also per Fernauslöser oder hilfsweise mit dem 10(!)-sec-Selbstauslöser.
Wie kann ich mit dem was ich habe ein einigermaßen brauchbares Makro / Nahaufnahme hinbekommen?
Die ersten Schritte in diese Richtung kann man preisgünstig gestalten.
- Zwischenringe. Sie vergrößern den Auszug und verkleinern den Abstand zum Motiv.
- Nahlinse bzw. Achromat. Sie wirken wie eine Lupe, und für viele Motive reicht das aus. Besonders interessant bei Brennweiten von ca. 50-200 mm
- Umkehrring. Damit wird das Objektiv umgekehrt vor die Kamera gesetzt. Die Handhabung mag ein wenig umständlich sein, aber in Verbindung mit einem Zoom bekommt man erstaunlich kleine Motive in groß aufs Bild. Hab das
hier schonmal erklärt.