Zitat:
Zitat von mth73
Das Tier erscheint unglückselig, gefangen, so dicht unter die Gitter des Käfigdaches gequetscht. Es wendet sich ab vom hellen Licht, das von links in das Bild strahlt.
Die teilweisen Überlagerungen des Gesichtes durch die Lichtfelder- und reflexe und die willkürliche Bildaufteilung geben dem Foto seinen schnappschusshaften Charakter und seine erzählerische Kraft.
Die Korrektur nimmt dem Original durch seinen Beschnitt die oben genannten Attribute und macht aus einem tiefgründigen Original ein belangloses Abbild.
Wer auf der Suche nach einem vordergründig schönen oder perfekt gestylten Foto ist, wird bei Deinem Bild nicht fündig. Wer jedoch genau hinhört, dem erzählt Dein Foto von einem vergangenen Moment in einem fernen Zoo und regt so zum Nachdenken an. Poetische Fotografie. Dazu mein Kompliment.
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Wow mth, was ein Kompliment, vielen lieben Dank!
Das mit den Reflextionen hat mir sehr gut gefallen, da es den Eindruck vermittelte: So nah und doch so fern. Im Nachhinein könnte man auch interpretieren dass es durchaus Licht in dieser kleinen Welt gibt, aber man sich nach dem großen Licht da draußen sehnt.
Aber das sind Interpretationen deren Effekt ich definitiv nicht planmäßig eingesetzt habe bzw. so in diesem Sinne erkannt habe. Es war eher intuativ und sehr emotional. Ich hab vielmehr gefühlt das es wirklich sehr bewegend ist.
Daher möchte ich mich über dein sehr schönes KOmpliment sehr freuen, dafür bedanken, es aber vor allem als Anreiz/Ziel betrachten es das nächste Mal bewusster wiederzugeben/herauszuarbeiten.
Es freut mich dennoch sehr, wenn doch etwas von der Ursprungswirkung erhalten blieb und zumindest ein kleiner Teil der Betrachter dies auch so wahrnehmen.