Zitat:
Zitat von Harry Hirsch
ok.
hängt also von der gewollten Aussage ab.
1. Aus Sicht eines Insassen
Es gab es keine (realistische) Hoffnung mehr, wenn sie da mal drin waren. Abgesehen, von den paar, die befreit wurden. Aber das sind verschwindend wenige...
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Mit dem Wissen von heute (der Krieg ist ja Gott sei dank vorbei): Ja, die Hoffnung hat von viel zu vielen das Leben nicht retten können - das kann die Hoffnung m.E. allerdings auch nicht leisten. Und von innen heraus (also aus Sicht der Lagerinsassen) wird es wohl auch keine realistische Überlebenschance gegeben haben.
Aber es kann ja auch eine Hoffnung auf eine Lösung von außen gewesen sein.
Zitat:
Zitat von Harry Hirsch
...2. Aus heutiger Sicht
Es gibt Hoffnung, dass es ein Ausweg aus dem Terror gibt (Ende des "Dritten Reichs")
Dein Bild passt dann für mich zu 2.
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Mit dem Wissen von heute: Ja, die Hoffnung, dass Gewaltausübende erkennen, dass Gewalt nie die Lösung eines Problems ist, ja diese Hoffnung besteht - allerdings wird diese Hoffnung nicht die Leben der zukünftigen Opfer retten können. Von innen heraus (also. z.B. aus der Innensicht einer Terrorzelle heraus) wird es wohl kaum eine realistische Überlebenschance der heute eher zufälligen Terroropfer geben.
Aber es kann ja auch eine Hoffnung auf eine Lösung von außen sein.
Deinen Gedankengang kann ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings befürchte ich, dass der Terror unserer Zeit wohl leider noch lange nicht vor seinem Ende steht. Und so befürchte ich, dass der Hoffnungsfunke von damals sich in der Größe von unserem heutigen Hoffnungsfunken kaum unterscheidet.
Friedliebende Grüße an alle
Ralf