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Alt 02.12.2004, 23:30   #2
WinSoft
 
 
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Beiträge: 4.030
Der Artikel ist ja ganz interessant zu lesen, jedoch enthält er auch einige Ansätze, die einer Diskussion bedürfen.

1) Wie mehrfach vermerkt, sollte der Monitor einzeln justierbare Farbkanonen besitzen. Das wird als unabdingbare Voraussetzung für einwandfreie Kalibrierung angesehen. Eine Justage der drei Einzelkanonen gelingt jedoch rein visuell nur sehr unvollkommen. Das kann exakt und sauber nur ein Messgerät! Das aber ist erst die Vorkalibrierung!

2) Für die Feinkalibrierung von Weiß- und Schwarzpunkt und der Farbverläufe der einzelnen Farben ist die rein visuelle Methode überfordert! Das kann nur ein Messgerät!

3) Die Monitor-Hardware sollte voll ausgeschöpft werden und verlässlich sein. Das heißt, unabhängig vom Umgebungslicht soll nach der Kalibrierung nicht ständig an den Reglern für Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur herum geschraubt werden. Das bringt absolut nichts!

4) Das endgültige ICC-Profil für den kalibrierten Monitor muss ja irgendwie generiert und bei jedem Systemstart auch der Grafikkarte mitgeteilt werden. Da einige Programme während des Systemlaufs unkontrolliert in die Farbeinstellungen eingreifen können (MAC), muss dafür Sorge getragen werden, dass sowas nicht geschieht (z.B. muss Adobe Gamma deaktiviert sein!)! Das geht wohl nur mit einem entsprechenden Programm, jedoch nicht billig und einfach rein visuell.

5) Der bestens kalibrierte Monitor nutzt recht wenig, wenn nicht auch die Folgekette - Photoshop und Drucker - sorgfältig abgestimmt sind. Eine rein visuelle Kalibrierung des Druckers wird schon deshalb schwierig, weil die Testausdrucke im (wechselnden) Umgebungslicht mit dem Monitorbild verglichen werden. Hier ohne Messgeräte zu beginnen, heißt endlose, teure Drucke trotz nur leicht veränderter Parameter. Ein Fass ohne Boden! Mit einem Messgerät hat man jedoch sofort ein brauchbares Grundprofil für den Drucker, in dem man eine ausgedruckte Farbtafel mit einem Spektrometer abtastet und ausmisst. Wer dann unter seinem (konstanten) Arbeitslicht noch immer keine exakte Übereinstimmung von Monitor und Ausdruck zu sehen glaubt, kann dem ohne großen (Druck-)Aufwand mit einer relativ kleinen Nachjustage des Druckers abhelfen.

Fazit: Ich persönlich habe nach schier endlosen Versuchen und Probiererei nach visuellen Methoden (DQ-Tool, Calibration von Photoshop, fotowand.de und Freeware) weder den Monitor, noch den Drucker befriedigend kalibrieren können. Und das trotz hohem Zeit- und Kostenaufwand! Erst mit den Messgeräten für Monitor und Drucker (ColorVision) habe ich jetzt endlich eine durchgehend farbkonsistente Darstellung auf Monitor, Photoshop und Drucker.
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