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Hallo Irmi,
bin selbst nicht so häufig im Nah- und Makrobereich unterwegs, aber um das gewünschte Ergebnis in diesem Bereich zu erhalten, ist es meistens nötig "flächig" zu denken, sich also zu überlegen und festzulegen WAS genau auf dem Bild scharf sein soll - denn ansonsten kann die meist sehr begrenzte Tiefenschärfe zu einem Ergebnis führen, das jenseits dessen ist, was man sich vorgestellt hat.
Auch wenn mir deine Bildaufteilung gefällt und die Aufnahme der Rose von oben, mit einem Schärfeverlust zu den Blättern hin Potenzial hat, sind die Möglichkeiten, dies genau so abzubilden, wie man es sich vorstellt, ziemlich begrenzt, da der Blütenkopf schon eine ordentliche Tiefenausdehnung hat. Also problematisch, die Rose von den kameranächsten Blütenblättern bis noch ein Stück rein in die Blüte scharf zu bekommen. Klar, man kann für so eine Aufnahme und mit einem Makroobjektiv auch mal weit abblenden - aber dann kann man sich i.d.R. darauf einstellen auf eine umfangreiche Entfernung von Schmutz- und Staubpartikeln auf dem Sensor, die dann so "schön" knackig-detailliert im Blid auftauchen.
Sofern das Hauptmotiv jedoch im wesentlichen in einer Ebene liegt, bzw. man den Kamerastandpunkt entsprechend wählt, dann lässt sich die Tiefenausdehnung u.U. auch schon mit f/5,6 bis f/8 abdecken, was sowohl für eine weitgehende "Fleckenfreiheit" sorgt, als auch das Hauptmotiv schön vom Hintergrund abhebt, diesen dann auch schon schön pastellmässig verlaufen lässt.
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