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Alt 15.06.2016, 13:25   #7
Man
 
 
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Zitat:
Zitat von lexicat Beitrag anzeigen
...Ich bin Hobbyfotograf, möchte mich künftig noch etwas intensiver mit der Fotografie beschäftigen. Bisher arbeite ich mit der Sony DSC HX400V, die ich seit ca. einem Jahr besitze und bereits schmerzhaft an die Grenzen stoße. ...
Ich habe und kenne die Kamera nicht (vermutlich eine Bridge mit großem Brennweitenbereich): welche Gernzen stören dich daran?

Zitat:
Zitat von lexicat Beitrag anzeigen
...Meine bevorzugten Motive sind zum einen Tiere, die durchaus weiter weg sind, zum anderen fotografiere ich sehr gerne im Makrobereich. Auch Landschaften, Stadtaufnahmen und Aufnahmen bei Dämmerung mache ich gerne. Alles spontan und nur sehr selten mit Stativ. Einige Fotos nutze ich auch als Basis für Gemälde, denn ich bin leidenschaftliche Malerin. Demzufolge hätte ich gerne ein Zoomobjektiv und ein lichtstarkes Objektiv für Makro- und alle anderen Aufnahmen....
Mit dem SAL 16-50 oder Tamron 17-50 jew. F/2,8 machst du nichts falsch. Sofern du später mal Video mit AF drehen möchtest, würde ich das SAL vorziehen, da es SSM (Ultraschallantrieb, der ist für unsere Ohren geräuschlos) hat.
Ich habe an APS-C das (billigere) Tarmon und bin damit zufrieden.

Beim 70-300 würde ich immer die (teurere) USD-Version (USD heißt bei Tamron das Gegenstück zu SSM bei Sony) vorziehen. Ich habe beide Objektive nicht.

Für Fotografiern in der Dämmerung ohne Stativ ist die Kombination A77II und 70-300 F/4,0-5,6 nicht gut geeignet.

Hintergrund: Parameter für die Belichtung sind ISO, Blende, Belichtungszeit.

Je höher die ISO, desto eher sieht man Rauschen in dem Bild. Rauschen kann sich als Helligkeitsrauschen äußern, das sieht wie Nieselregen/Schneefall aus und/oder als Farbrauschen, das sieht wie ein Konfettiregen aus. Rauschen kann durch die kamerainterne Software (geht automatisch) oder nachträglich manuell über eine Bildbearbeitungssoftware gemindert werden - das führt allerdings immer zu mehr oder weniger starken Detailverlusten: eine Wiese besteht dann bei genauerem Hinsehen nicht mehr aus einzelnene Grashalmen, sonder aus grünem Matsch.

Die Blende ist in Verbindung mit der verwendeten Brennweite verantwortlich für die Tiefenschärfe. Bei einer großen Blendenöffnung (kleine Blendenzahl) ist nur ein kleiner Entfernungsbereich scharf, z. B. nur der Baum im Vordergrund, auf den scharf gestellt wurde. Bei einer kleinen Blendenöffnung (=große Blendenzahl) ist ein großer Bereich scharf, z. B. der Baum im Vordergrund und die Bäume im Hintergrund. Je größer die Blendenöffnung, um so geringer kann die ISO und/oder Belichtungszeit eingestellt werden.

Je kürzer die Belichtungszeit eingestellt wird, um so geringer ist die Gefahr von verwackelten Aufnahmen. Hierbei muss auch die verwendete Brennweite mit einkalkuliert werden. Als Faustregel gilt (für VF-Kameras), dass die Belichtungszeit dem Kehrwert der verwendeten Brennweite (oder kürzer) entsprechen soll. 300mm Brennweite bedingen dann 1/300stel Sekunde Belichtungszeit. Bei APS-C-Kameras ist noch der Cropfaktor (1,5) zu beachten: die Bildwirkung bei 300mm entspricht der Bildwirkung von 450mm an einer VF-Kamera = statt 1/300stel müsste die Belcihtungszeit bei der APS-C-Kamera gemäß der Faustformel 1/450stel Sekunde betragen.
Verwackelung seitens des Fotografen selbst (Fotografenhände) kann man durch Benutzen des SS (Bildsstabilisator) vermindern oder durch Verwendung eines stabilen Stativs (das nutzt du lt. deinen Angaben bislang selten bis nie). Verwackelung seitens des Motive (z. B. ein sich bewegendes Tier) kann man nur über kurze Belichtungszeiten reduzieren/vermeiden.

Dämmerung (also eher schlechte Lichtverhältnisse) mit 300mm machen eine Belichtungszeit von rd. 1/500stel Sekunde (bei APS-C) oder kürzer wünschenswert - mit SS wären wohl auch noch 1/125stel Sekunde möglich. Wegen der mageren F/5,6 bei 300mm werden bei Dämmerung dann schon für APS-C-Kameras vergleichsweise hohe ISO-Werte notwendig.
Theoretisch könnte man das über ein Objektiv mit größerer Blendenöffnung ausgleichen, z. B. dem Sony oder Tamron 70-200 F/2,8. Das ist aber deutlich schwerer wie das 70-300 und es fehlen immerhin 100mm Brennweite. Außerdem ist es deutlich teurer.

Meiner Meinung nach ist das 70-300 USD von Tamron das beste Telezoomobjektiv für dich, sofern du dir drüber im klaren bist, dass es eher ein "Schönwetter" (oder Gut-Licht) Objektiv ist.

Ein Sony 70-400 oder Tamron 150-600 ist schon vom Gewicht her eine ganz andere Hausnummer. Fotografieren ohne Stativ ist auch damit möglich - aber es macht wenig Freude. Binde einfach mal 4 gefüllte 1l-Kunststoffwasserflaschen mit Tesafilm zusammen und halte sie "nur" 15 Minuten ohne zu wackeln mit einer Hand auf Augenhöhe. Danach kann man sich leicht vorstellen, dass bei diesen Objektiven ein Stativ eine deutliche Erleichterung ist.
Für deine Motivbereiche Landschaft und Stadt benötigst du diese Teleboliden nicht - das ist eher ein Objektiv, um aus der Ferne etwas nah heran zu holen, wenn sich einfaches näher rangehen nicht anbietet. Das ist z. B. bei (scheuen) Tieren der Fall. Häuser und Bäume sind da deutlich weniger schreckhaft und laufen in der Regel auch nicht weg = da kann man näher rangehen und niedrigere Brennweiten (ohne Stativ) nutzen. Das passt dann auch eher zu den Aufnahmen bei Dämmerung.

viel Spaß beim Fotografieren

Manfred
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Das Leben ist hart, ungerecht.......und endet mit dem Tode.
Ich persönlich bevorzuge das Leben (trotzdem).
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