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Alt 31.05.2016, 17:53   #2
der_knipser
 
 
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So ganz unsinnig finde ich Volkers Aussage nicht. Im Geschäft sehe ich das mit den Preisen auch etwas anders. Da hat sich ein Kauf gelohnt, sobald eine Anschaffung sich amortisiert hat. Ob ich dann 100 oder 1000 Euro mehr oder weniger dafür ausgegeben habe, spielt gar keine entscheidende Rolle. Die 100 Euro spart man als Geschäftsmann schon, indem man nicht 1 oder 2 Stunden mit der Suche nach dem günstigsten Angebot verbraucht. Und ob sich ein Gerät in einem Jahr, oder erst ein paar Wochen später bezahlt macht, spielt auch keine Rolle, solange es genutzt wird, um damit Geld zu verdienen.

Beim Privatmann sieht das ein bisschen anders aus. Manche sind der Überzeugung, dass ihre Freizeit nichts kostet, und sie verwenden sie zum Preise vergleichen. Um Dinge zu kaufen, die sie eigentlich gar nicht brauchen, sondern nur gerne hätten, und die sich niemals während ihrer Lebensdauer bezahlt machen. Wenn man kaufmännisch rechnet, dürfte man niemals kaufen.
Aber der Hobbyfotograf rechnet nicht, sondern kauft doch.

Ich habe bestimmt nicht zu viel Geld, deshalb lasse ich die Zeit für mich arbeiten, während ich meinen Job mache oder in meiner Freizeit fotografieren gehe. Ich möchte z.B. eine bestimmte Kamera anschaffen. Die kostet so viel, wie ich im Moment nicht habe. Ich weiß aus Erfahrung, dass sie eines Tages günstiger sein wird. Also setze ich ein Preislimit, wieviel sie mir wert ist. Gleichzeitig füttere ich mein projektgebundenes Sparschwein, so dass in der Wartezeit dieser Betrag zusammen kommt. Damit gibt es zwei Kurven, die sich irgendwann kreuzen werden: Der Preis sinkt, das Guthaben steigt. Sobald sich die Kurven berühren, kann ich kaufen. So einfach ist das.

Zusammengefasst: Ein guter Zeitpunkt für den Kauf von Hobby-Equipment ist dann, wenn das Sparschwein genug dafür hergibt.
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Gruß
Gottlieb
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