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Alt 30.11.2004, 02:15   #37
U.Schaffmeister
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
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Also um mal die Lanze für Minolta zu brechen:

Ich war auch bei der Überlegung das komplette System zu wechseln und die 10D,20D und D70 waren durchaus in der Vergleichswahl. Der Wechsel von der Dimage7i auf eine DSLR hat aber eher Aufnahmespezifische Gründe: Wenn es nicht hektisch zugeht reicht die Dimage7i durchaus, aber in der Reportagefotografie bin ich zu oft an die Grenzen der Kamera gestoßen.

Wäre die D7D, wie bei einigen Exemplaren scheinbar der Fall, defekt gewesen hätte der Händler sie am nächsten Tag mitsamt aller Minoltaobjektive (zum Ankauf) zurückbekommen und ich hätte soviel C oder N neu gekauft wie Geld hergibt. Da meine Cam aber funktioniert bleibe ich erst einmal bei Minolta.

Den AS habe ich vor Kauf der Kamera auch unterschätzt, aber jetzt freue ich mich über Bilder, die dank bescheidener Lichtverhältnisse bei ISO 800 mit 1/20 Sek. und Blende 2.8 auch bei 125 mm Brennweite noch scharf sind. (Klappt nicht immer aber immer öfter).

Sofern ich nicht unter schwierigen Livebedingungen fotografieren muss werden keine hohen ISO-Zahlen eingesetzt. Und bei ISO 100 hat die D7D sehr natürliche Farben und die Schärfe ist vergleichbar dem was Canon und Nikon in der 6-8 MP Klasse liefert.

Die ISO 1600 lassen sich ebenfalls recht gut einsetzen, allerdings sollte man vorab den Weißabgleich sehr genau einstellen und es tunlichst vermeiden diese hohe ISO-Zahl mit dem Blitz zu kombinieren.

Die Einschaltzeit der D7D ist recht kurz. Vielleicht ist die 20D schneller, aber wenn ich weiß das ich fotografieren will ist meine Kamera bereits eingeschaltet bevor ich sie zum Sucher führe - somit ist das kein wirklicher Vorteil.

Gegenüber der D10 kann die D7D bei Bühnenaufnahmen in mehrfacher Hinsicht punkten: AS und Farbwiedergabe. (Bei beiden ist trotzdem ein Stativ zu empfehlen).

Der Weißabgleich wird bei der D7D automatisch auf Blitz umgestellt sofern ein Systemblitz montiert ist (soweit ich das bei der D20 verstanden habe funktioniert dies erst mit dem neuen Blitzgerät).

Das LCD-Bild mit Vergrößerung läßt nun endlich eine wirkliche Schärfebeurteilung zu. Auch die Helligkeitsdifferenzierung entspricht dem resultierenden JPEG-Bild (das ist bei meiner D7i anderst).

Die vielen Knöpfe sind genial. Jedes Mal wenn ich ins Menü muss und der Unterpunkt gerade nicht auf der sichtbaren Registerkarte ist, merkt man wieviel Zeit hierbei vergehen kann.

Die Inkompatibilität der alten Blitze ist SCH****! Leider gibt es derzeit keinen Fremdhersteller der etwas kompatibeles hat und ich brauche dringend einen Blitz mit hoher Blitzfolge. Von daher muß der Handgriff erst einmal warten und ein 5600HS her (oder tauscht jemand HS5600 gegen 5400 HS und 3500xi?).

Belichtungssicherheit dank Vollautomatik gibt es auch mit Nikons 3D-Messung nicht (ich muß immer noch über die Flüche des Fotografen neben mir schmunzeln der zwar mindestens 15 Aufnahmen mehr im Kasten hatte als ich mit D7i, aber damit auch nicht viel anfangen konnte).

Schlussendlich: Die Kamera ist Handwerkszeug, dem Mensch dahinter bestimmt was und wie fotografiert wird. Unter den Pressefotografen die ich am Wochenende bei diversen Veranstaltungen treffe geht es um Bilder, den besten Standpunkt und nicht um Kameras, denn die leisten egal ob D70, D100, D2H, 300D, 10D, 20D, EOS1, D7D genug um mit den Bilder Geld zu verdienen.
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