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Moin, moin,
vielen Dank für Euer Feedback. Mit der Unschärfe des Kopfes habe ich auch ein wenig gehadert, aber ich hätte mir sogar noch etwas mehr Unschärfe gewünscht. So wirkt sie nur leicht verwackelt und vermittelt nicht zweifelsfrei die Dynamik des Pianisten.
Christian Sands ist so etwas wie ein aktuelles "American Wunderkind" des Jazz. Bereits im zarten Alter von 4 Jahren nahm er Musikunterricht, im Alter von 5 schrieb er seine erste Komposition. Mit 17 Jahren wurde er das erste Mal für einen Grammy nominiert. Seine ersten beiden Grammys gewann er im Alter von 20 Jahren. Mit 22 schloss er sein Musikstudium ab. Und trotz seines jungen Alters spielte er bereits mit vielen Top-Musikern wie z.B. Wynton Marsalis, Bill Evans oder auch Christian McBride zusammen.
Mit der Aufnahme wollte ich seine besondere Körperhaltung beim Spiel transportieren. Es gibt Pianisten, die sich in die Klaviatur graben, Pianisten, die mit großen Gesten und weiten Armen spielen, Pianisten, die mit dem Nasenbein zu spielen scheinen, aber Christian Sands erinnert in seiner Körperhaltung eher an die typischen Honky-Tonk-Spieler des frühen 20. Jahrhunderts in Jazzbars. Meist recht aufrecht sitzend, eine sehr ruhige Körperhaltung, aber die Hände flitzen mit einem Affenzahn die Klaviatur rauf und runter, meist mit nach oben abgewinkelten Handgelenken und angezogen Fingern. Das transportiert eine ungemeine Coolness und Leichtigkeit.
Meine Position bei der Aufnahme war in der Tat nur leicht unterhalb der Bühne, die im Jazzclub Unterfahrt nur 40-50cm gegenüber dem Publikum erhöht ist. Man sieht, dass meine Sichtachse in etwa auf Höhe der Klaviatur war. Leider saß ich bei dem Konzert mal nicht in der ersten Reihe, so dass sich der Platz nur bedingt für Photos eignete. Dafür konnte ich mich umso mehr auf die Musik konzentrieren, und darum ging es ja schließlich.
Dat Ei
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"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
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