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Der Filter bringt schon was, aber...
... es sieht häßlich aus, wenn der Verlauf sichtbar wird, z.B. weil über den Horizont hinaus ein Baum oder Schornstein ragt und man an dem Ding entlang genau den Verlauf sieht.
In diesem Fall brächte die Technik mit den zwei Teilbildern bei unterschiedlicher Belichtung mehr, wobei Du eine komplizierte Verrechnungsstechnik einsetzen müsstest, um die Bilder zu kombinieren. Das sähe etwa so aus:
Neuer Helligkeitswert = N
Alter unterer Helligkeitswert = U
Alter oberer Helligkeitswert = O
Anzahl Blendenstufen zwischen oberem und unterem Helligkeitswert = B
N = O + U / (2^B)
Den Effekt bekommst Du, wenn du die U-Ebene additiv über die O-Ebene legst, wobei Du als Deckungskraft 100%/(2^B) verwendest, also z.B. bei 2 Blendenstufen Unterschied 25%.
Außerdem dürfte beim Verstellen der Belichtung die Kamera nicht verwackelt werden, sonst sind die Bilder nicht mehr deckungsgleich.
Grundsätzlich hast Du aber recht, dass ein ausgefressener Himmel mit der EBV nicht mehr zu retten ist und man eben entweder ein Grauverlaufsfilter oder die Überlagerung zweier unterschiedlicher Belichtungen verwendet. Neben dem Graufilter ist auch der Polfilter der einzige Filter, der mit EBV nicht nachzuahmen bzw. zu ersetzen ist.
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