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RAW oder nicht RAW, das ist hier die Frage...
... und die ist, sofern die Aufnahmesituation, ich will mal sagen, nicht besonders anspruchswoll ist, kaum eindeutig zu beantworten. Eckpunkte sind hier, wenn der Weissabgleich gut von der Kamera erfasst wurde, wenn die Belichtung korrekt gemessen wurde und einige andere Punkte noch. Dann bekommt auch der JPG-Engine der Kamera ein gutes Ergebnis hin. Der Knackpunkt ist eher der, was Du machst, wenn der JPG-Engine das Ding versiebt. Sofern umfangreichere Korrekturen erfoderlich sind, merkt man dann recht schnell wie "dünn" die JPG-Daten sind. RAW ist da deutlich flexibler. Noch einmal, in einer unkomplizierten Aufnahmesituation würde man auch in einer RAW-Konvertierung in einem externen Programm sich kaum viel Arbeit machen, so dass es kaum verwunderlich ist, wenn die erzeugte Ausgabe-JPG-Datei sich nur wenig von einer Kamera-JPG unterscheidet. Ein anderer Aspekt ist der, dass die RAW-Konverter einem ständigen Entwicklungsprozess unterliegen, also in der Tendenz laufend besser und leistungsfähiger werden. Die Kamera-JPG-Konvertierung steht entwicklungsmässig auf einem Stand aus der Zeit der Kameraentwicklung, also zwangsläufig noch deutlich vor Markteinführung der Kamera und ist, meines Wissens, hardwaremässig implementiert. Die Frage, ob der JPG-Engine über ein Firmware-Upgrade auch aktualisiert werden kann, konnte ich nie eindeutig klären, scheint mir aber unwahrscheinlich. Insgesamt jedoch sollte es ebenso kaum verwundern, dass der Vergleich von zwei 8-bit-Ausgaben, betrachtet (verglichen) im Rahmen der Limitierungen einer Bildschirmausgabe (meistens sRGB) keine effektiv augenfällige Unterschiede zutage fördert, sofern die Bearbeitung (in der Kamera oder extern) nicht deutliche Mängel aufweist. Selbst im höheren ISO Bereich kommt irgendwann der Moment an dem Details und Rauschfreiheit konfliktieren. Nur habe ich im RAW-Format dann immer die Möglichkeit noch einmal zu versuchen, mit geänderten Parametern, während die OOC-JPG Datei fertig gebacken ist.
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