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Alt 14.10.2014, 19:33   #27
Anthem
 
 
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Da es bei mir noch nicht so lange her ist und ich mich mit ähnlichen Fragen beschäftigt haben, bescheinen ich mal, was ich gemacht habe:

Gestartet bin ich mit einem Eizo 2202, der hat zwar eine gut Farbwiedergabe gehabt, aber ein TN-Panel und das war dann doch nicht gleichmäßig genug um vernünftig zu arbeiten. Da der Monitor nur mal da war, habe ich erst mal versucht, in mit einem Spyder4 zu kalibieren. Nebenbei habe ich bei verschiednen Anbietern von Cewe bis Saal Testbelichtungen machen lassen. Die Ergebnisse waren nicht schlecht, aber nicht so gut und so sicher wie ich es haben wollte.

Dann habe ich einen Eizo 2333 gekauft, mit dem Spyder kalibiert und wieder Testbelichtungen machen lassen. In Lightroom habe ich für die jeweiligen Anbieter und deren Papiere die jeweiligen Profile zu Proofansicht geladen und meine Bilder entsprechend retuschiert. Dabei habe ich erstmal Fehler gemacht, falsche Prints bekommen, meine Fehler gehoben, gelernt und jetzt klappt alles gut.
  • Eizo 2333 wird alle 4 Wochen mit dem Spyder kalibiert
  • Die Helligkeitsregelung lasse ich aus. Da ich keinen Raum mit einheitlicher Beleuchtung habe und ich auch immer wieder was anderes anhabe, das sich je nach Tageszeit auch mal im Monitor als farbschimmer bemerkbar macht, bringt mir die Helligkeitsregelung nur noch mehr Unruhe rein und ich mache wichtige Farbretuschen ohnehin meist abends und da ist bei Beleuchtung gedämpft und einheitlich.
  • Die Profile von Saal verwende ich nicht mehr da die Unterschiede zum kalibierten Monitor so gering sind, das ich das vernachlässigen kann. Zumindest solange ich bei Standard Papieren matt oder Glanz bleibe. Funktioniert auch bei CEWE, da lasse ich aber nichts belichten wo es mir auf die Farbe ankommt.
  • Fotobücher lasse ich in einer Digitaldruckerei machen. Das ist konkurrenzlos günstig und ich bin mit der Qualität sehr zufrieden. Die arbeiten nur in CMYK und haben ihr eigenes ECI-Profil das ich beim umwandeln der Bilder in Photoshop einrechne.
  • Bilder für den Fernseher oder das iPad: Für den TV sollte ich eigentlich mal eine eigene Einstellung für den Export oder eine Screenproof-Einstelung machen. Der zeigt die Bilder so bunt und scharf, das ich die separat retuschieren müsste. Aber was solls. Dann knallen die Farben halt etwas mehr. Auf dem iPad sieht alles aus wie auf meinem Eizo. Da das Ding sowieso überall angeguckt wird wo ich keinen Einfluss auf das Licht habe, ist es mir da egal wie die Farben sind, Hauptsache nicht ganz daneben.

Der Weg hat Geld gekostet, ich würde es aber immer wieder so machen. Ein paar Fotobücher vergeigt und man hat das Geld für den Spyder wieder drin.

Viel wichtiger: Ich weiß schon vorher, wie meine Bilder später im Print aussehen. Da muss ich nicht raten und schlafe viel ruhiger

Gruss
Michael
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