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Zitat von Dat Ei
Näher ran ist sicherlich sehr hilfreich, auch wenn es oft leichter gesagt als getan ist. Versuch Dich möglichst langsam und ohne große Armbewegungen oder Flossenschläge den Tieren zu nähern. In der Regel sind sie zudem bei ruhigem Seegang entspannter als bei heftigem. Jeder Meter Wasser zwischen der Kamera und Dir lässt immer mehr Farben (und Licht) verschwinden. Er gehen die Rottöne und dann Gelb- und Grüntöne verloren. Es wird alles nur noch tiefblau bis nahezu schwarz.
Weitere Empfehlungen betreffen den Blickwinkel. Als Schnorchler tendiert man dazu, die Tiere von oben zu photographieren, weil die natürliche Lage im Wasser nach unten gerichtet ist. Das ergibt aber einen sehr ungünstigen Blickwinkel auf die Tiere. Besser sollte man versuchen, sie möglichst auf Augenhöhe zu erwischen.
Man sollte auch einen Gedanken über die Tageszeit verlieren, zu der man photographieren geht. Morgens und abends steht die Sonne flach, so dass die Tiere seitlich beleuchtet sind, oder auch mal Licht unter das Riffdach fällt. Mittags ist das Licht sehr hart, der Kontrast unheimlich hoch, so dass man kaum Chancen hat, den Kontrastumfang in den Griff zu bekommen.
Zu guter Letzt: sofern die Kamera es hergibt, immer im RAW-Modus photographieren. Der Weißabgleich unter Wasser ist alles, nur nicht einfach. Die WB-Automatik und auch ein fester UW-Weißabgleich versagen. Ein minimal geänderte Ausrichtung der Kamera kann die Lichttemperatur brutal ändern. Von daher setz den Weißabgleich dann, wenn Du die Ruhe und Zeit dafür hast, nämlich daheim am PC. An dem musst Du eh Zeit investieren, weil die Bilder out of cam in 99% der Fälle so nicht ansprechend sind. In der EBV muss dann auch schon deutlich heftiger am Schwarzwert und Kontrast gezupft werden, als man es bei Überlandbildern gewohnt ist. Nur Mut!
Aber das Wichtigste ist, den Respekt vor den Tieren, aber auch den Spaß am UW-Photographieren zu wahren, auch wenn es einige Zeit braucht, bis man was vorzeigbares vorweisen kann.
Dat Ei
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Vielleicht hilft euch mein Tip weiter:
Wie oben schon beschrieben wurde gehen nach ca. 1m zuerst die Rottöne verloren und je tiefer man geht desto blauer wird alles. Genau so verhält es sich auch wenn man schnorchelt und das Objekt (horizontal und vertikal) weiter als einen Meter oder weiter entfernt ist.
So nun zum Eigentlichen.
Ich bin sehr viel getaucht und habe viel Unterwasser (immer mit Blitz) fotografiert, später habe ich mir auch noch ein Unterwassergehäuse für meine Videokamera samt Lichtanlage gebaut, da ich auch Videos machen wollte.
Blitz/Licht ist für gute Bilder/Filme ein muß, dachte ich zumindest.
Bis ich auf einem Tauchschiff einen Videofilmer und seine Filme (er filmte die Touristen bei Ihren Tauchgängen usw.) sah. Es waren wiklich gute Aufnahmen,auch die Farben und das ohne Lichtanlage.
Er verwendete einfach einen Rotfilter den er Unterwasser vor die Linse schob.
Diese Variante ist auch für die "normalen" User ideal, da man nicht Gefahr läuft, durch den Blitz (wenn er zu Nahe am Objektiv sitzt) auf jedem Bild ein Schneegestöber , welche durch "anblitzen" die Schwebstoffe im Wasser erzeugt werden, vor dem Objekt der Begierde vorfindet.
Nun könnte man natürlich versuchen bei der Nachbearbeitung einen derartigen Rotfilter "vorzusetzen", jedoch wird das durch den falschen Weißabgleich nicht den selben Erfolg bringen wie, dies gleich bei der Kammera.
Weiter kommt noch erschwerend dazu, daß durch die Wassertrübung viele Details verloren gehen und was nicht am Bild ist kann man nicht bearbeiten/verbessern.
So ist es eben mit dem Bild mit der Schildkröte, da wird man nur beschränkt etwas verbessern können, da zum einen der Aufnahmewinkel von oben und zu dem die Entfernung nicht gerade optimal sind.
Die Bilder vom Kalender sind spitze, so wie ich sie kenne von meinen Aufnahmen her kenne. Gehe mal stark davon aus, daß dies nicht bein Schnorcheln gemacht wurde und wenn ja , dann meinen Respekt!