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Zitat von Irmi
Wie kann man nach 25 Jahren DB Bauunternehmer werden? 
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Oi,
meine Frau hat in ihrem Bekanntenkreis herumgeschaut, wie ich in Brasilien Geld verdienen könnte.
Ein Möglichkeit war halt Häuser zu bauen und diese dann zu verkaufen :-)
Diese Tätigkeit ist eigendlich recht ähnlich zu dem, was ich bei der DB gemacht habe....
Ich habe bei der DB Kalkulationen über Reparaturen, Revisionen und Umbauarbeiten
an Dieselloks geschrieben. Die Arbeiten (Arbeitsscheine) nach Auftragsvergabe in die
Werkstatt gegeben, sowie Material bestellt.
Jetzt Kaufe ich Grundstücke, besorge über einen Architekten Baupläne, sage den
Bauarbeitern, was sie bauen sollen und bestelle das Material.... Ist fast das selbe....
Zumal ich bei der DB irgenwie "Mädchen für alles" war. Wenn irgendwo etwas gehakt
hat, habe ich versucht zu helfen, um den Arbeitsfluß aufrecht zu erhalten. Das hat
meinen Horizont erweitert :-) Auch habe ich als gelernter Energieelektroniker / El.
Installateur-Handwerksmeister, in den anderen Bereichen die bei Instandhaltung von
Dieselloks anfallen viel Erfahrung sammeln können. (Mechanische Aus- u. Einbau-
Arbeiten, Blech- u. Rahmenarbeiten, Instandhaltung von Motoren u. Getrieben etc.)
Ich denke, wenn man sich nie nur auf sein Fachgebiet beschränkt hat, kann man
vieles neues lernen. Und nun lerne ich halt, wie mann Häuser baut :-)
Nach 25 Jahren bei der DB war für mich ein Punkt erreicht, an dem ich nicht weiter konnte.
Sprich Personalmangel, Fehlplanung etc. Wenn in unserer "Ebene" ein Mitarbeiter
weg ging (Rente o.ä.) wurde dieser nicht ersetzt, sondern die Arbeit auf die
verbleibenden Mitarbeiter umverteilt. Gleichzeitig ist der Arbeitsaufwand gestiegen,
da z.B. nach dem Eschede Unglück die Dokumentation der erfolgten Arbeiten ins
unermessliche gesteigert wurde. Wo es vorher hieß Motor ausbauen,
für x Stunden, wurden Arbeitspläne umgeschrieben, die fast jede Schraube enthielten,
die die Arbeiter einzeln abzeichnen müssen. Entsprechender "Papierkram" dann für "uns" im Büro....
Das hat auch dazu beigetragen, dass es mir leichter fiel, diesen Schritt zu wagen.
Sonnige Grüße
Christian