Ein kurzer Nachtrag, weil ich gerade was Interessantes entdeckt habe:
auf diesem Bild hier sieht man ansatzweise, wie, wo und wohin Nikolai seinen Blitz mitsamt Bouncer hält
Aber wie schon zuvor geschrieben: das ganze erfordert viel Übung beim blinden Zielen mit dem Blitz in der linken Hand und viel Know-how über die Zusammenhänge des Blitzens (1). Wenn man es dann aber mal raus hat, kommen wirklich interessante Bilder dabei heraus, denen man so nicht direkt ansieht, dass sie nur mit einem Systemblitz und einem Bouncer entstanden sind.
Zwei weitere Tips hierfür: Blende zu (die Schärfentiefe sorgt für die Schärfe und man kann ohne Aufwand gleich mal viel länger belichten) und auf den 1. Vorhang (also mit normalen Einstellungen) blitzen. Wenn die Linien vor den Leuten störend sind, dann kommt dagegen der 2. Vorhang zum Tragen, so dass der Blitz zum Ende der Belichtung leuchtet. Der 2. Vorhang hat aber zwei Nachteile. Die Leute denken nach dem TTL-Messblitz, dass das Bild im Kasten ist und 2 Sekunden später folgt die eigentliche Aufnahme -> die Leute sind schon ganz woanders. Und der andere Nachteil: man kann kaum mehr sinnvoll verschwenken und damit diese Linien zeichnen, denn wer schafft es, während einer Wackelbewegung genau abzuschätzen, wann die Belichtungszeit vorüber sein wird und wer kommt dann auch noch punktgenau in die Ausgangsposition? Nicht einmal Nikolai - und deswegen dürfte er wohl auf den 1. Vorhang blitzen
(1) naja, nicht wirklich: dunkles bringt nichts auf den Sensor und kann notfalls minutenlang belichtet werden, ohne dass das Bild dadurch beeinflusst wird. Wir fotografieren dagegen ausschließlich alles, was hell ist, also das, was vom Licht beleuchtet wird. Wenn man sich dessen mal so richtig bewusst wird, geht praktisch alles auf einen Schlag viel leichter...